Dienstag, 9. Dezember 2014

Me am Weihnachtsmarkt Saanen

Weihnachtsstimmung in Saanen

Was gibt’s schöneres, als während der Adventszeit durch einen wunderschönen Weihnachtsmarkt zu schlendern? Eine bezaubernde Atmosphäre bot am Samstag, 6. Dezember, der Weihnachtsmarkt im schmucken Saanen. Das frisch renovierte Dorf wusste in seinem weihnachtlichen Gewand zu gefallen. Gefallen ist vielleicht noch untertrieben, Saanen liess sein frisch gestaltetes Innenleben in unbekanntem Glanze erstrahlen. Die einzelnen Stände boten nebst feinen Köstlichkeiten, kreatives und traditionelles Handwerk aus der Region an. Ich war begeistert, und zum ersten Mal dieses Jahr kamen bei mir weihnachtliche Gefühle auf. Am einen oder anderen Stand habe ich gar schon die ersten Weihnachtsgeschenke gefunden. Juhuii!

Wunderschöne Dekorationen

Nachdem ich mich all den verschiedenen Ständen gewidmet hatte, erblickte ich einen Glühweinstand. Meine heimlichen Lieblingsstände :) Mmh, lecker – es konnte kaum noch besser werden! Mittlerweilen hatte ich mich schon längst ins heimelige, kleine Dorf mit dem Kranich im Wappen, verliebt. Auf dem Dorfplatz strahlten nebst den zufriedenen Besuchern und den Ständen ein grosser Weihnachtsbaum und eine in Menschengrösse aus Holz geschnitzte Krippe weihnachtliche Stimmung aus. Der gut gelaunte Samichlous zauberte den Kindern ein Lachen ins Gesicht und der Schmutzli liess das eine oder andere Kind hinter dem Rücken ihrer Eltern verschwinden :) Nur das Tüpfelchen auf dem i, das fehlte leider – die weisse Pracht lässt im Moment auch im Saanenland noch auf sich warten.

Samichlous, Schmutzli, Eseli... (:

Für alle, welche den Markt verpasst haben oder kurz vor Weihnachten noch ein paar Geschenke benötigen – am 20. Dezember findet im Dorf Saanen nochmals ein Weihnachtsmarkt statt – mit über 30 Ständen! Ich bin da bestimmt auch wieder anzutreffen!


Dienstag, 11. November 2014

Skitag auf dem Glacier 3000

Als ich letzten Mittwoch aus dem Fenster schaute, wurde mir ganz warm ums Herz. Wie Tänzerinnen zwirbelten die Schneeflocken vom Himmel. Total fasziniert von der weissen Pracht wurde mir klar, es ist Zeit die Skis aus dem Sommerschlaf zu rütteln und in die Wintersaison zu starten.

Ich war so aufgeregt, dass mir die Tage von Mittwoch bis Samstag schier endlos erschienen. Jeden Tag analysierte ich die Webcams des Glacier 3000 bis aufs letzte Detail. Die Gletscherlandschaft erschien im schönsten winterlichen Gewand. Die Vorfreude stieg ins Unermessliche! 

Peak Walk by Tissot

Am Samstag stand ich dann pünktlich um 09.00 Uhr mit vielen anderen Wintersportfans an der Talstation des Glacier 3000. Mir fiel auf, dass die Anstehenden total durchmischt waren; nicht nur Ski- & Snowboardfahrer, auch viele Langlaufbegeisterte und Winterwanderer standen erwartungsfroh und voller Tatendrang an der Station auf dem Col du Pillon. Oben angekommen musste ich erst ziemlich stark nach Luft schnappen. Jedoch nicht etwa wegen des hohen Luftdrucks, nein, die unglaubliche Aussicht versetzte mich in märchenhaftes Staunen.

herrliches Panorama auf Glacier 3000

Bevor ich mich meinen Skis widmete, wollte ich erst noch die coole neue Hängebrücke passieren. Froh darüber, dass ich ziemlich schwindelfrei bin, genoss ich die Passage vom einen zum anderen Gipfel. Der „Peak Walk by Tissot“, so heisst die Brücke, ist übrigens die einzige Hängebrücke weltweit, welche zwei Berggipfel miteinander verbindet. Ein weiteres Highlight da oben ist ein Fernrohr, das bei Fokussierung auf einen Berggipfel, dessen Namen und Höhe verrät. Ich war begeistert! Die Hängebrücke mit der tollen Aussichtsplattform ist einfach ein gigantisches Erlebnis.

Snow Park Glacier 3000

Ich war bereits total happy. Doch das Beste folgte erst noch. Jetzt hiess es ab auf die Piste! Stundenlang genoss ich die herrlichen Pistenverhältnisse auf dem Gletscher und versuchte mich sogleich auch im bestens präparierten Snow Park. Am Anfang wirkten meine Sprünge noch ein wenig ungelenk, doch schon bald hatte ich den Dreh wieder raus! Als die Sonne sich langsam hinter dem Horizont senkte und sogar mir so langsam der Schnauf auszugehen drohte, machte ich mich wieder auf den Weg ins Tal. Auf dem Rückweg mit dem Posti nach Gstaad, liess ich den Tag noch einmal Revue passieren. Mir war bereits klar, wo ich mich am Sonntagmorgen um 09.00 Uhr befinden würde :)

Freitag, 17. Oktober 2014

Indian Summer im „Klein Kanada“ des Saanenlands


Nach einem eher verregneten Sommer freue ich mich über den umso sonnigeren und angenehmen Herbst. Das perfekte Wetter, um nochmals die Wanderschuhe aus dem Schrank zu nehmen und das schöne Saanenland zu erkunden. Von verschiedenen Einheimischen liess ich mir empfehlen, welche Wanderung im Herbst besonders schön ist. Gemäss den Reaktionen gefällt den Leuten der Weg vom Col du Pillon über den Col de Voré bis zum Arnensee ganz besonders. Sie wird auch die „Drei-Seen-Wanderung“ genannt.

Beeindruckendes Farbenspektakel auf dem Weg zum Arnensee
Ich fahre mit dem Postauto von Gstaad bis auf den Col du Pillon. Für einmal steige ich nicht in die Gondel, die auf den Gletscher führt, sondern folge dem Wegweiser Richtung Lac Retaud. Vorbei an diesem idyllischen See folgt ein etwas steilerer Aufstieg bis zum Col du Voré. Auf diesem Pass geniesst man in Richtung Süden den Blick auf den Schnee, der auf dem Gletscher liegt. Wenn man sich umdreht und Richtung Norden blickt, bietet die Natur ein Farbspektakel bestehend aus orange verblühten Bergrosen, gelben Lärchen und blau-grüne Bergseen. Der Anblick hält jedem Vergleich mit dem Indian Summer auf dem nordamerikanischen Kontinent stand. Nicht umsonst wird das Gebiet rund um den Arnensee liebevoll „Klein Kanada“ genannt. 

Das namenlose Bergseelein
Weiter geht’s vorbei am zweiten See, dem namenlosen Bergseelein in der Nähe des Col du Voré. Der Wanderweg führt mitten durch die Bergrosen, und schon bald erblicke ich in der Ferne den dunkelblau funkelnden Arnensee. Ich geniesse jeden Augenblick dieser ausserordentlichen Wanderung und atme tief die frische Bergluft ein. Am See angekommen, lasse ich die Schönheit des Sees auf mich wirken, beobachte die Fischer, bereite mir eine feine Bratwurst an einer der zahlreichen Grillstellen zu und stärke mich für den letzten Teil meiner Wanderung. Dieser führt mich durch dichte Wälder, über kleine Brücken dem Tschärzisbach bis ins Dorf Feutersoey. Total erschöpft setze ich mich ins Postauto und fahre zurück ins Gstaad. Ich werde bald zurückkommen!  



Dienstag, 30. September 2014

Adventure Paragliding

Einer meiner besten Freunde schleppte mich vor wenigen Tagen bei strahlendem Sonnenschein auf den Gstaader Hausberg, die Wispile. An der Talstation stellte er mich einem jungen, mir unbekannten Herrn mit Gleitschirm vor. Spätestens jetzt hätten meine Alarmglocken läuten müssen, doch irgendwie brachte mich diese neue Bekanntschaft noch nicht gross ins Grübeln. Als dieser nette junge Mann jedoch mit uns in die Gondel stieg, schwante mir etwas. Wollte mich mein Freund tatsächlich mit einem Paragliding-Flug überraschen? Oh Schreck, er wollte! Ich hatte mich auf eine Wanderung oder ein Mittagessen auf der Wispile eingestellt. Mit einem solchen Abenteuer hatte ich jedoch echt nicht gerechnet! :)


Mit der Gondel fuhren wir auf die Wispile und spazierten die 10 Minuten hinüber zum Startpunkt. Die Startwiese war voll von vorfreudigen Paraglidern. Mir kam’s vor, als würden sie schon fast im 5-Minuten-Takt starten. Der freundliche Tandempilot brauchte keine 10 Minuten, das Material vorzubereiten. Er packte den grossen Rucksack mit dem Gleitschirm aus, breitete ihn aus, zog sich einen Helm, einen Overall und den Anseilgurt an und half mir beim Paratmachen – und los soll es gehen. Ich wurde sehr nervös. Ich wollte kaum glauben, dass ich gleich in die Luft gehen sollte. Freude und Angst überragten mich gleichzeitig.


Mein Freund meinte noch aufmunternd, wenn er fliegen würde, hätte er am meisten Angst vor der Landung. Huch, an die habe ich ja noch gar nicht gedacht! Ich musste mich erst mal sammeln, um den Start zu schaffen. Ich wünschte mir einen Moment lang, ich wäre einfach schon sicher und lebend am Ziel angekommen. Weshalb sind wir nicht einfach ins Bergrestaurant, um da gemütlich ein Mittagessen zu geniessen? Aber gleich im nächsten Moment freute ich mich doch auch wieder riesig auf das Abenteuer. Und so schnell sich meine Gedanken im Kreise drehten, so schnell starteten wir auch schon.Der Tandempilot erklärte mir, dass ich zuerst langsam laufen, auf sein Kommando dann immer schneller laufen soll. Und da rannten wir keine 30 Meter und schon war mein ganzer Körper in der Luft – ME in der Luft! Wow, ist das ein tolles Gefühl! Einen Freudenschrei konnte ich mir nicht verkneifen. Mal flogen wir schneller, mal langsamer. Je nach Thermik stiegen wir sogar etwas hoch. Eine Zeitlang dufte ich das „Steuer“, also die an einer Halterung gebundenen Seile, gar selbst in die Hände nehmen. Die anfängliche Aufregung habe ich schnell vergessen und genoss einfach den Blick über meine Lieblingslandschaft.


Kurz vor der Landung wurde es aber für mich doch nochmal recht happig. Wir drehten in schnellen Kreisen, um an Höhe zu verlieren. Mir wurde ziemlich übel. Halb durchgefroren (jetzt war auch mir klar, wieso der Tandempilot so einen warmen Anzug angelegt hatte) aber absolut begeistert bin ich auf dem Landegelände neben der Talstation Wispile gelandet.

PS: die Fotos hat mein Freund auf der Wispile geschossen, ich bin der mit dem weissen Schirm :)

Mittwoch, 10. September 2014

Es ist viel los im Saanenland!

Am Samstag, 6. September 2014, hatte man es wahrlich nicht leicht bei der Zusammenstellung des persönlichen Tagesprogramms. Ein Blick in den Veranstaltungskalender zeigte eine Fülle an tollen Events, die ich gerne allesamt besucht hätte. Nach sorgfältigem Abwägen entschied ich mich, die Hornberg Hornusset, die IV. Gstaad Promenade Party und das Red Bull Alpenbrevet mit meiner Anwesenheit zu beehren. Zum Glück ging dies auch zeitlich ziemlich gut auf – denn die Hornberg Hornusset begann schon um 9 Uhr, gefolgt vom Start der 1000 Töfflis des Alpenbrevets um 12 Uhr in Saanen und schliesslich der Gstaad Promenade Party am Nachmittag.

So nahm ich am Morgen den Sessellift in Schönried aufs Horneggli und wanderte gemütlich die 20 Minuten hinüber zum Hornberg zur Hornussete. Hornussen ist eine der traditionellen Schweizer Sportarten, bei welcher man mit einem Schläger auf einen Ball, den sogenannten „Nouss“, nicht grösser als ein Ping-Pong-Ball, schlägt. Ich war von all den Spielern absolut fasziniert. Wo ich doch nicht einmal mit dem Schläger den winzigen Nouss treffen würde, schlagen sie Spieler das Bällchen tatsächlich bis über 300 Meter weit – beeindruckend!

Die Kulisse auf dem Hornberg

Die Sonne schien mir ins Gesicht, die Aussicht auf dem Hornberg ist wunderschön und das Treiben äusserst spannend. Nichtsdestotrotz hatte ich ein gestopftes Programm und musste weiter. Über den Blumenweg wanderte ich zurück aufs Horneggli, um mit dem Sessellift wieder ins Tal zurückzukehren.

Pünktlich um 12 Uhr war ich also in Saanen auf dem Flugplatz-Areal, wo die ersten Töffli-Fahrer des Red Bull Alpenbrevets starteten. Bei diesem Event knattern rund 1000 harte Jungs und Mädels auf ihren Töfflis mit 30 km/h über den Col du Pillon, den Col de la Croix, den Col des Mosses und schliesslich zurück nach Saanen. 110 km galt es zu überwinden. Die teils sehr einfallsreich verkleideten Fahrer begeisterten das Publikum. Den Teilnehmern stand die Freude an der Kult-Rundfahrt ins Gesicht geschrieben. Ich wurde fast ein bisschen neidisch, nur zu gerne hätte ich hier auch mitgemacht. Aber es ist wohl besser so – denn wie ich mich kenne, und ihr mich bestimmt mittlerweile auch, wäre ich bestimmt noch auf den Latz gefallen.


Die "Töfflibuebe" erobern die Promenade

Nachdem alle Fahrer gestartet waren, widmete ich mich schliesslich dem dritten Programmpunkt des Tages – der IV. Gstaad Promenade Party. Lokale Geschäfte, Restaurants und Hotels offerierten an kleinen Marktständen regionale Köstlichkeiten. Ich degustierte Alp- und Hobelkäse, Weisswein, ein „Cüpli“ und Rösti mit Spiegelei. Höhepunkte waren dabei sicherlich die drei Zügleten, die die vielen Schaulustigen vollends zu begeistern vermochten. Der Treichlerklub Gsteig rundete den Event ab. Es war schön, den zufriedenen Gästen und Einheimischen in der vollen Promenade beim Flanieren zuzugucken.
Der Treichlerklub Gsteig in Aktion

Ich selber war beeindruckt von all den schönen und spannenden Eindrücke und werde nächstes Jahr bestimmt wieder am einen oder anderen von diesen Events anzutreffen sein.

Donnerstag, 4. September 2014

Kuhparade an der Gstaader Promenade

Wenn sich Ende August der Sommer dem Ende nähert, so bedeutet das für einen Älpler, seine sieben Sachen zu packen und mit Kühen und Käse den Weg Richtung Tal anzutreten. Irgendwann sind die Weiden in den Bergen abgegrast und oft bereits der erste Schnee in Sicht.

Ein Arbeitskollege informierte mich über eine der bevorstehenden Zügleten, die durch die Gstaader Promenade geführt wird. Züglete? Fragen sich nun wohl einige von euch. So nennt man bei uns im schönen Saanenland die traditionellen und sehr authentischen Alpabfahrten. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Dank dem  Veranstaltungskalender der Ferienregion Gstaad wusste ich, dass die Kühe im Laufe des Nachmittags in der Promenade eintreffen würden. So machte ich mich, ausgerüstet mit meiner Kamera, auf den Weg an die Promenade.

Ungefähr 10 Minuten bevor die Züglete dort eintreffen sollte, deutete noch gar nichts auf das kommende Spektakel hin. Nur ich stand etwas verloren da. In der Ferne vernahm ich nach einer gewissen Zeit ein leises, sich näherndes Glocken-Gebimmel. Die Vorfreude stieg und eine gewisse Spannung lag in der Luft. Schnell wollte ich noch eine Nachricht via Smartphone versenden, es blieb jedoch hierfür keine Zeit mehr. Die Kühe waren in Sichtweite. Schön geschmückt bahnten sie sich ihren Weg durch die Gstaader Promenade. Die Kühe legten ein ordentliches Tempo an den Tag, weshalb sich das Fotografieren etwas schwieriger gestaltete als gedacht.
Kuhparade an der Gstaader Promenade
Zig Kühe, eine schöner geschmückt als die andere, zogen an mir vorbei. Die Kuhglocken sorgten für eine ganz spezielle, einzigartig schöne Atmosphäre. Bereits nach wenigen Minuten waren alle Kühe an mir vorbeigezogen. Ebenso zügig kehrte auf der Gstaader Promenade wieder Ruhe ein. Der typische Kuhgeruch, welcher noch in der Luft lag, erinnerte an diesen traditionsreichen Augenschmaus von kurz zuvor. Die restlichen Hinterlassenschaften – super organisiert – wischte der Putzwagen gleich im Anschluss vom Pflaster.

Falls ihr auch einmal eine Züglete hautnah miterleben möchtet, dann schaut doch in den Veranstaltungskalender von Gstaad Saanenland Tourismus. Dort ist jeder Alpabzug mit einer genauen Routenbeschreibung eingetragen.

Bis bald, euer Me

Montag, 28. Juli 2014

Me lernt Mountainboarden

Es gibt wieder etwas Neues im Saanenland. Auf dem Rinderberg, dem Trottinet-Mekka, wurde diesen Sommer das Mountainboard ins Angebot mit aufgenommen. Wenn ihr jetzt nicht gerade wisst, was denn ein Mountainboard genau ist, dann ist dies halb so schlimm. Denn auch ich war in dieser Beziehung ein totales Greenhorn. Am letzten Mittwoch habe ich dies geändert. Sepp, der Tourguide empfing uns bei der Talstation der Rinderbergbahn in Zweisimmen und machte uns anschliessend mit dem Mountainboard bekannt. Das sieht ja aus wie ein Snowboard mit Rädern, dachte ich mir. Dumm nur, dass ich ein Snowboard-Antitalent bin.



Nach einer kurzen Einführung im Tal, machten wir uns per Gondelbahn auf den Weg zur Mittelstation. Dort wagte ich meine ersten Fahrversuche. Besonders toll stellte ich mich dabei nicht an. Total verkrampft und mit zunächst blockierenden Hinterrädern wegen meiner regen Bremstätigkeit, machte ich mich auf den Weg nach Zweisimmen. Sepp fuhr locker vorne weg. Flink wie ein Wiesel flitze er um die erste Kurve.



Auch auf die Gefahr, dass mich die Schnecken überholen könnten, liess ich es lieber langsam und vorsichtig angehen. Ich hatte schliesslich die Order meiner Chefin, möglichst ohne Beulen, Schrammen oder sonstige Blessuren vom Testeinsatz zurückzukehren. Doch nach ziemlich kurzer Zeit wurde ich mutiger. Die Bremse wurde zur Nebensache und ich begann die Fahrt richtig zu geniessen. Das war auch gut so, denn sonst wären in Zweisimmen neue Bremsbeläge fällig gewesen. Ich freute mich auf jede Spitzkehre, die ich jetzt mit wachsender Leichtigkeit durchfahren konnte. Und siehe da, plötzlich wurde ich sogar als Naturtalent bezeichnet. Nur übermütig werden. Denn Stürze können schnell passieren. Mich hat es glücklicherweise nicht erwischt. Viel zu schnell kamen wir Zweisimmen näher. Eine zweite Runde lag leider nichtmehr drin. Nicht weil die Zeit fehlte, sondern weil ich total erschöpft im Tal ankam.





Mein Fazit zu meinem ersten Mountainboard-Abenteuer lautet: Es war ein riesen Spass. Ich jedenfalls kann es nur empfehlen!