Der unterhaltsame Blog-Channel aus der Ferienregion Gstaad mit erlebnisreichen Posts von "Me"

Mittwoch, 11. Mai 2016

ME im Lauffieber

"ICH HABE EIN GROSSES ZIEL!"

Vielleicht ein zu grosses? Mein guter Kumpel Thömu, ein leidenschaftlicher Sportler und vor allem Läufer, hat mich dazu überredet etwas in meinen Augen ganz Verrücktes zu machen. Er hat mir von einem Lauf erzählt, einem Lauf der es in sich hat, einem Lauf der fasziniert und sogleich ein Gefühl der Angst auslöst. Also zumindest empfinde ich im Moment so :)


"Es ist nicht mehr weit!"

Ich kann es mir noch nicht so genau erklären, aber ich habe tatsächlich zugesagt und werde nun, wenn alles gut läuft, im August die Strecke von ca. 26 km des Glacier 3000 Run‘s mit einer Höhendifferenz von ungefähr 2000 Metern unter meine Füsse nehmen. Wenn ich ehrlich bin, wird mir jetzt schon leicht schwindelig, wenn ich an die bevorstehenden Qualen denke!

Doch das mit den Qualen kann ich vielleicht ein wenig abfedern, in dem ich mich so gut wie möglich vorbereite. Nun ja, glücklich ist wer in Gstaad lebt, denn hier bieten sich die perfekten Trainingsbedingungen für mein Unterfangen. Die Topografie mit den verschiedenen kleineren und auch etwas grösseren Bergen ist ideal, um sich auf zwei Füssen, rennend durch die Landschaft zu bewegen und sich in Form zu bringen.

Lauferlebnis mit einer Aussicht!

Für den Anfang haben wir uns einen der Gstaader Hausberge das Eggli vorgenommen. Von Gstaad aus setzten wir zum Gipfelsturm an. Es war dann aber doch eher ein laues Lüftchen, denn ein Sturm. Wir nahmen es gemütlich und legten einige Fotopausen ein. Gestern wurde mir mal wieder so richtig bewusst, wie schön wir es hier eigentlich haben. Kaum das Büro verlassen, befinde ich mich schon mitten in der schönsten Natur, die man sich vorstellen kann. Jetzt im Frühling wo Mutter Natur wieder erwacht, fühlt es sich noch intensiver an als sonst.

Auf dem Eggli hoch über Gstaad muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.

Vor lauter schönen Eindrücken vergisst man ganz leicht die Strapazen und so genossen wir ein wunderbares Lauferlebnis. Nach gut einer Stunde hatten wir es geschafft: Das Eggli war bezwungen und die Rundsicht war schlicht fantastisch!

Auf 2000 m ü. M. ist die Schneeschmelze voll im Gange und so umkehrten wir als kleines Extra einen Schmelzwassersee, der sich als wunderbares Fotosujet entpuppte!

Zum dahinschmelzen...

Nach dem Genuss der Aussicht gelangten wir via Chalberhöhni runter nach Saanen und von dort zurück nach Gstaad. Der Auftakt zum Projekt Glacier 3000 Run ist geglückt. Motivation habe ich getankt, doch der Weg ist noch weit.

Zum Glück liegt mir hier das Paradies zu Füssen! Das Training inmitten dieser wunderbaren Natur erfreut das Herz und wird mir hoffentlich die Ausdauer und den nötigen Biss für den Lauf am 06. August verleihen!!!

Von nun an werde ich euch regelmässig über meine Rennerlebnisse in und um Gstaad berichten und vielleicht hat dann jemand von euch plötzlich Lust mit mir zusammen den Glacier 3000 zu bezwingen!

Let's Run!

Montag, 2. Mai 2016

Käseherstellung auf offenem Feuer

Wenn ich an Käse denke, dann schlägt mein Herz gleich ein bisschen höher. Mhhhh, schön, dass es so etwas Feines gibt. Und wisst ihr was? Bei uns gibt es den besten Alpkäse weit und breit!

Irgendwie nahm es mich schon lange wunder, wie ein Käse hergestellt wird. Dabei habe ich mir immer eine heimelige Alphütte, hoch über dem Tal und einen eher beschwerlichen Aufstieg zu dieser vorgestellt. :) Doch letzte Woche habe ich im Internet ein interessantes Angebot gefunden:

"Käseherstellung auf offenem Feuer mit Mittagessen im Le Chalet in Château-d'Oex."

Ruckzuck ergriff ich mein Handy und meldete mich zusammen mit Sibylle, einer lieben Freundin, bei Reichenbach Transporte in Gstaad für den nächsten Termin am folgenden Mittwoch an.

Die Vorfreude war gross und so standen wir pünktlich um 10.30 Uhr am Bahnhof Gstaad bereit für die Abholung. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichten wir das Restaurant Le Chalet in Château-d’Oex.

Das Restaurant und die Schaukäserei "Le Chalet" in Château-d'Oex

Das Le Chalet ist ein richtiger Hingucker, so schön rustikal und urchig eingerichtet, muss man es einfach gern haben. Nun konnte es losgehen. Der Käser, in traditioneller Tracht gekleidet, demonstrierte uns in authentischer Weise alle Schritte, die es für einen schönen, schmackhaften Käselaib braucht.

Das Käsekessi, die Kelle und die Käseharfe sind wichtige Utensilien bei der Käseherstellung

Ich will ehrlich mit euch sein, ich war so fasziniert vom Käser, den Gerüchen und den verschiedenen Schritten der Käseherstellung, dass ich den Erklärungen gar nicht so genau gelauscht habe. Nein, nein das ist nur Spass, wie könnte ich auch?! ;) Ich möchte euch hier einfach nicht zu viel verraten, denn am eindrücklichsten ist es natürlich, wenn man selbst dabei ist!

Mit einem Tuch wird der Käse aus dem Kessi gehoben

Auf alle Fälle ist es ein faszinierendes und aufwändiges Verfahren. Ich hoffe die Bilder sprechen für sich und ihr bekommt einen guten Eindruck von diesem tollen Erlebnis. Nach dieser eindrücklichen Demonstration, genossen wir in gemütlicher Runde ein feines Mittagessen. Köstlich. Natürlich kam dabei der Käse nicht zu kurz :)

Upps, etwas hätte ich fast vergessen, wer den bei der Demonstration hergestellten Käse dann auch tatsächlich probieren möchte, kann nach der 6 monatigen Reifezeit den Käse beim Le Chalet abholen! Das ist mal ein toller Service! Wow!

Der Käse wird auf offenem Feuer im Restaurant Le Chalet hergestellt

Gegen 14.00 Uhr chauffierte uns der freundliche Busfaher wieder zurück nach Gstaad. Auf der Rückfahrt nahm ich mir fest vor, während des Alpsommers einen Älpler zu besuchen. Alpen gibt es in der Destination Gstaad ja zum Glück genug und irgendein lieber Bauer zeigt mir dann sicher, wie ein Käse in einer Alphütte hergestellt wird. :)

Donnerstag, 14. April 2016

Punktierung - Was ist denn das?

Das Saanenland erwacht langsam aber sicher aus seinem Winterschlaf. Ein untrügerisches Zeichen für den sich ankündigenden Frühling sind wie jedes Jahr die Punktierungen. Punktierung? Was ist denn das?!

Genau das dachte ich mir auch und so nahm ich mir vor, dieser Sache einmal genauer auf den Grund zu gehen. Ich entschied mich für die Punktierung in Gsteig, einem meiner Lieblingsflecken im Saanenland und die südlichste Gemeinde des Kantons Bern. Doch ich hätte auch Lauenen, das Turbach oder Schönried auswählen können, denn in jedem Dorf im Saanenland findet eine Punktierung statt. In Gsteig hatte ich Glück und die Sonne guckte sogar ein wenig hervor…

 im Blick das Dorf Gsteig im Rücken der Sanetsch

Schon von weitem konnte ich eine grosse Ansammlung an überwiegend schön gepflegten Simmentaler Kühen ausmachen. Von der Neugier angetrieben, machte ich mich auf, das Geschehen zu dokumentieren. Die sympathische Bäuerin Linder aus Gsteig erklärte mir, um was es bei der Punktierung genau geht; aber mehr dazu ein wenig weiter unten im Text.

Bäuerin Linder brachte fünf Kühe zur Punktierung

Gsteig ist einfach schön, das Ortsbild mit der prägnanten Kirche und den vielen schönen Chalets versprühen den typischen Charme der ganzen Destination Gstaad. Phuu, zum Glück hatte ich im letzten Moment noch meine neue Kamera eingepackt um ein paar tolle Schnappschüsse schiessen zu können.

Kühe, Chalet, Kirche

Aufgereiht wie an einer Perlenschnur harrten die Kühe dem Geschehen und warteten auf ihre Vorführung vor dem Schauexperten.

Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land?

Dann geht‘s los, eine Kuh nach der anderen wird genauestens begutachtet und die Punkte werden verteilt. Man merkt, dass es sich hier nicht einfach um eine folkoristische Show handelt. Die Punktierung ist eine Beständeschau, an dem von den Bauern ausgewählte Kühe eine kantonal einheitliche Bewertung erhalten und wird sehr gewissenhaft durchgeführt.

Es gibt 4 Positionen, welche durch die sogenannten Schauexperten bewertet werden. Dazu wird jede Kuh noch in eine bestimmte Qualitätsklasse eingeteilt.

1. Position: Rahmen (BCS (Gewicht, Grösse,…), Ausdruck, Rückenlinie,…)

2. Position: Fundament (Beine-Länge, Bein-Winkel,…)

3. Position: Euter (Länge, Breite, Aufhängung,…)

4. Position: Zitzen (Melkbarkeit, Ausrichtung,…)

Ganz schön kompliziert, nicht? Zum Glück fand ich zuhause im Internet noch eine Website mit einer etwas genaueren Beschreibung des Prozederes.

Einer der Schauexperten mit strengem Blick

Nicht nur auf den Prüfbogen, sondern auch gleich auf die Kuh selbst werden die Punkte vermerkt. Ob der Filzstift wohl wasserfest ist? :)

Typische Szene an einer Punktierung

Auch der Nachwuchs ist tatkräftig mit dabei und hilft die Punktierung speditiv über die Bühne zu bringen. Das Treiben auf dem Platz in Gsteig war schlicht faszinierend. Einige Kühe waren ziemlich bockig und wehrten sich, andere nahmen es gelassen und liessen sich in Windeseile punktieren.

Man hat den Überblick

Was für ein tolles Erlebnis! Wenn ihr dieses Spektakel auch einmal erleben möchtet, ist es für dieses Jahr noch nicht zu spät. Es stehen noch weitere Punktierungen im Saanenland an. Hier findet ihr eine Liste mit allen Daten. 

Zufrieden und um eine schöne authenthische Erfahrung reicher, machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung Downtown Gstaad. Bis zum nächsten Mal meine Lieben.

Donnerstag, 10. März 2016

Me und das Märzenwasser

Es herrschte herrliche Winterstimmung, als ich am Dienstagmorgen aus dem Haus ging. Das ganze Saanenland war tief eingeschneit und Frau Holle schüttelte ihre Kissen munter weiter.

video

Ich holte meine Grossmutter ab, um mit ihr einen Spaziergang im hiesigen Winterparadies zu unternehmen.
Gerade als ich vor ihrem Garten stand, war sie im Begriff eine grosse Salatschüssel, gefüllt mit flockigem Neuschnee ins Haus zu tragen. Verwundert blieb ich stehen und erkundigte mich, was sie da genau mache. Sie lachte und fragte mich, ob ich denn noch nie vom Märzenwasser gehört hätte. Ich verneinte. Wie vielleicht manche von euch kannte ich das Märzenwasser bis anhin noch nicht.


Verschneites Saane-Ufer, im Hintergrund Le Rubli

Dick eingepackt, machten wir uns auf den Weg von Gstaad nach Saanen. Im Wald, der Saane entlang, war die Stimmung romantisch, der luftige Schnee, knirschte unter meinen Fusssohlen und meine Grossmutter begann mir zu erzählen, was es mit dem Märzenwasser auf sich hat:

Man stelle während eines grossen Schneefalls im März einen Behälter mit viel Auffassungsvermögen, wenn möglichst aus Glas, ins Freie, etwa in den Garten. Es kann beispielsweise eine Salatschüssel oder eine bauchige Blumenvase sein. Am besten sollte man dies über Nacht machen, denn meine Grossmutter betonte, dass der Schnee keinen Kontakt mit dem Sonnenlicht haben sollte. Ausserdem sollte er weder mit Metall, Holz noch Plastik in Berührung kommen.
Es braucht eine Zeit bis der Schnee geschmolzen ist. An welchem Ort das Wasser gelagert wird, spielt keine Rolle, solange man die oben genannten Prinzipien beachtet.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war ich völlig gepackt von diesem Phänomen. Doch die Sensation hatte gerade erst angefangen.
Wenn es dann soweit ist, und dieser besondere Schnee geschmolzen ist, wird er in Flaschen abgefüllt, die Art der Flasche spielt dabei keine Rolle. Das Märzenwasser bleibt im Gegensatz zu herkömmlichem Hahnenwasser oder Wasser aus dem Detailhandel für unbegrenzte Zeit frisch und entwickelt keinen Faulgeschmack. Dies ist auf die Moleküle im Märzenwasser zurück zu führen, sagt meine Grossmutter.
Bei Verbrennungen soll das Märzenwasser Wunder wirken. Es wird grosszügig auf ein Stück sterile Gaze gegossen und auf die verbrannte Stelle auf die Haut gelegt. Egal wie stark die Verbrennung ist, der Heilungsprozess verläuft angeblich ruhig und es bilden sich weder Brandblasen noch wird man Narben davontragen, sagt man.

Ich war sprachlos. Doch ist das wirklich möglich?
Man kann es nicht mit Sicherheit sagen, man kann es nur ausprobieren. Meine Grossmutter auf jeden Fall schwört bedingungslos auf das Märzenwasser. Schon manches Küchenpersonal, wie auch sie, behandelten mit diesem Wundermittel ihre Verbrennungen.

Schneebedeckte Märchenlandschaft auf dem Sparenmoos

Fasziniert von diesem Phänomen, entschloss ich beim nächsten Märzschnee, mein eigenes Märzenwasser zu produzieren. Was ist mit euch, habt ihr auch Lust es auszuprobieren? Wenn ja, ich drücke euch die Daumen.

Ein kleiner Geheimtipp: In der Buvette Muma auf dem Sparenmoos ist es möglich das Märzenwasser in kleinen Fläschchen zu kaufen.

Freitag, 4. März 2016

Me beim Nachtskifahren mit Fondue-Ronda

Zweisimmen Tourismus liess sich zum Abschluss der Nachtskifahr-Saison 2015/16 etwas ganz Spezielles einfallen. Nachtskifahren an sich ist schon etwas Besonderes. Wenn dieser Anlass noch mit einem Fondueessen gespickt ist, wird es zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ich war diesen Winter bereits beim Nachtskifahren an der Wispile und durfte dort mit Flutlicht die Piste runter sausen. Da liess ich mir eine zweite Chance, inklusive Fondue-Plausch nicht nehmen.
Voller Erwartung begab ich mich mit Freunden um 18 Uhr nach Zweisimmen zur Talstation Rinderberg.
Wir waren bei Weitem nicht die einzigen, die von diesem Novum begeistert waren. Etliche „angefressene“ Skifahrer und Snowboarder standen bei der Talstation Schlange, um einen Fondue-Pass für 10 Franken zu ergattern.

Obwohl ich mich gut eingepackt hatte und wie ein Eskimo fühlte, froren mir beinahe die Finger ab. Trotz einem geliehenen, zweiten Paar Handschuhe, verbesserte sich der Zustand meiner Finger erst nach zwei Abfahrten, als ich mir die erste Portion Fondue und ein Glas Weisswein zu Gemüte führte. Die Stimmung war locker und es wurde viel gelacht.

Ausgelassene Stimmung beim Fondueplausch

Nach der ersten Stärkung bei der Talstation machten wir uns auf den Weg zur Mittelstation. Ohne die Skis ausziehen zu müssen, genossen wir eine zweite Runde Fondue in angenehmer Gesellschaft.

Durch das rege Treiben auf der Skipiste bildeten sich von Zeit zu Zeit einzelne Unebenheiten. Und genau so ein kleiner Schneehaufen wurde mir dann auch zum Verhängnis. Ich verlor die Kontrolle, konnte mich nicht mehr halten und flog kopfüber in den Schnee. Nachdem ich mich aufgerafft hatte und wir uns die Tränen vor Lachen über meine Tollpatschigkeit aus dem Gesicht gewischt hatten, legten wir unseren letzten Zwischenstopp im Restaurant Fang ein.

Romantische Abendstimmung am Rinderberg

Wir haben noch ein letztes mal das Brot im Fondue Caquelon getunkt, und traten nach diesem gelungenen Abend mit vollem Bauch und einem Rucksack voller guter Eindrücke gegen 21.30 Uhr die Heimreise ins Tal an.

Ich hoffe dieser super Anlass wird im nächsten Winter wieder stattfinden. Dann werde ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein.

Freitag, 29. Januar 2016

Me am Snow Bike Festival

Ein Bike Festival – und das im Winter? Da muss man ja definitiv mit dabei sein. Gespannt was mich erwartete, begab ich mich am Freitag gegen halb 10 Uhr zum Startgelände in der Promenade Gstaad. Der strahlend kalte Wintertag trug zur super Stimmung am Start bei. So manche Journalisten und Touristen amüsierten sich an den farbigen Anzügen und Bikes der Sportler, die aus vier Kontinenten und 18 verschiedenen Nationen angereist waren – wow! Ein Eyecatcher war definitiv der pinke Thailänder, der am Vortag zum ersten Mal Schnee gesehen hatte. :)
Das Startgelände erstrahlte im Glanz der Morgensonne. 

Im glitzernden Schein der ersten Sonnenstrahlen fiel pünktlich um 9.30 Uhr der Startschuss und die Rennfahrer nahmen ihre erste Etappe Richtung Rougemont in Angriff. Vom Waadtland führte die Strecke wieder zurück nach Saanen, dann das Chalberhöhni hoch bis aufs Eggli, wo wir die Teilnehmer nochmals richtig anfeuerten. Nur kurz konnten die Fahrer das wunderschöne Bergpanorama geniessen, dann wurden sie mit der rasanten Abfahrt über den Schlittelweg hinunter zur Talstation belohnt. Ich staunte nicht schlecht, als der Schnellste bereits nach sagenhaften 1h 28min über die Ziellinie fuhr!

Atemberaubendes Bergpanorama belohnte die Rennfahrer nach dem Aufstieg. Hier: Gummfluh

Unten grau, oben blau. So etwa präsentierte sich das Wetter am zweiten Renntag. Auf der sonnigen Terrasse des Bergrestaurants Eggli genoss ich meine heisse Schokolade und wartete auf die Fahrer. Sie kämpften sich mit Muskelkraft den Schlittelweg hoch in die Sonne. Die Abfahrt über die rote Piste hinunter zur Talstation verlangte wegen dem weichen Schnee den Snowbikern ihr ganzes Gleichgewicht ab und war dementsprechend spannend zum Beobachten.

Der Thailänder Yuttapong Chatchawanwan verlor das Lachen auch bei brenzligen Abfahrten nicht.

Sobald die Fahrer vorbei waren ging es für mich weiter, wollte ich doch das Highlight des Tages nicht verpassen. Im Gsteig führte die Rennroute nämlich – ihr glaubt es kaum – durch einen Stall! Begleitet von Alphornklängen war dies für die Fahrer wie für die Zuschauer ein unvergessliches Erlebnis, welches die alpine Echtheit und den Charme der Region einmal mehr bestätigte.

Charming Gstaad - das Snow Bike Rennen führte sogar durch einen Stall.

Am Abend hiess es für die Fahrer beim Rocky Mountain Eliminator Night Race am Rütti Lift nochmals Kräfte sammeln und Gas geben, während wir Zuschauer uns mit einem wärmenden Glühwein bereits auf die Snow Bike Festival Party in der Tennishalle einstimmten.

Das Rocky Mountain Eliminator Night Race verlangte den Bikern die letzten Kraftreserven ab.

Die letzte Etappe am Sonntag führte zum Lauenensee. Meine Freunde und ich nutzten die Gelegenheit, mit der Kutsche zum See hochzufahren, um nebst dem Rennen auch noch die idyllische Natur zu geniessen – es war wie immer wunderschön!

Ich bin sicherlich nicht der einzige Zuschauer, der sich durch das Snow Bike Festival vom Fatbike-Fieber anstecken liess. Deshalb habe ich sogleich mein nächstes Wochenende geplant: Fatbiking auf dem Sparenmoos! Das Hochplateau ob Zweisimmen ist dank seinem Rundweg und den Abfahrten super fürs Winterbiken geeignet und für die Gemütlichen unter uns fährt sogar ein Bus hoch.

Das Hochplateau Sparenmoos ist mit seinem einzigartigen Bergpanorama ein Paradies für Winterbiker.

Auch auf diversen anderen Winterwanderwegen der Destination Gstaad ist das Fatbiken erlaubt. Wer der etwas andere Winterspass selbst ausprobieren will, kann an fünf Orten solche Fatbikes mieten. Ich jedenfalls freue mich sehr auf dieses Erlebnis! Und wer weiss – vielleicht bin ich ja sogar am nächsten Snow Bike Festival im Januar 2017 als Wettkämpfer selbst mit dabei…:)

Freitag, 18. Dezember 2015

Me in Festtagslaune

Wenn es überall nach Weihnachtsguetzli und Mandarinen duftet und der Lichterschmuck die Strassen und Chalets verzaubert, weiss man: Weihnachten steht kurz vor der Tür!
Weihnachten bedeutet Festtagszeit, und Festtagszeit bedeutet „ganz schön viel los in Gstaad“. Das ist die optimale Gelegenheit, tolle Sachen zu unternehmen und einige der aufregenden Events zu besuchen. Ich habe mir schon einige Dinge vorgenommen, die ich in den nächsten Wochen unternehmen will.

Die Promenade Gstaad in weihnachtlichem Charme.

Einen in meinen Augen amüsanten Auftakt zur Après-Ski Saison im Dorf Gstaad bietet der Nordic Winter Sprint in der Promenade. Ich habe gehört, dass es beim Restaurant Rialto vor dem Tandemrennen der Skilehrer gegen Gäste gratis Glühwein für alle gibt und anschliessend ein DJ für Partystimmung sorgt. Klingt doch nach einer tollen Unterhaltung, ich bin auf alle Fälle dabei! Apropos Partystimmung: Keinesfalls verpassen möchte ich das „Bar on Ice“ am 28. Dezember. An der Open-Air Party auf der Eisbahn Gstaad herrscht jedes Jahr eine unvergleichliche Stimmung.

Was sicher auch auf meinem Programm steht, ist ein Besuch beim Winterzauber. Der charmante Wintermarkt neben der Eisbahn in Gstaad bietet kulinarische Leckereien wie Crêpes, Apfelküchlein, Strudel oder Raclette der Molkerei Gstaad… Am liebsten würde ich einfach alles probieren, mit einer Tasse Glühwein oder Punsch dazu. Übrigens, ich habe für meine Freundin und mich Tickets für „Circus and Friends by David Dimitri“ gekauft. Deren Show letztes Jahr war wirklich spitze! Aber psst, meine Freundin darf nichts von dieser Überraschung erfahren!

Raclette am Winterzauber Gstaad - ein wahrer Genuss.

Doch ich will mich ja auch aktiv betätigen. Ein Freund hat mir empfohlen, unbedingt mal am Nachtschlitteln auf dem Sparenmoos teilzunehmen. Das findet ab dem 26. Dezember bis 5. März jeden Freitag und Samstag auf der beleuchteten Piste statt und garantiere Spass für Jung und Alt. Tönt ganz lustig, ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf das Schlittelabenteuer. Kleiner Tipp: Am 25. Dezember ist Vollmond, also wird die Stimmung am 26. Dezember sicher wunderschön sein!

Nachtschlitteln auf dem Sparenmoos - Spass für Jung und Alt.

Für den letzten Tag des Jahrs 2015 haben meine Freunde und ich etwas ganz spezielles geplant. Wir werden nämlich auf dem Rellerli ins neue Jahr rutschen. Mit einem 4-Gang Menu und musikalischer Unterhaltung im Berghaus freue ich mich auf eine Silvesterparty der ganz besonderen Art.

Das Rellerli bietet an Silvester einen traumhaften Ausblick auf Gstaad und die Feuerwerke.

Schliesslich darf ich das traditionelle Neujahrs-Feuerwerk vom The Alpina Gstaad am 1. Januar 2016 nicht verpassen. Das Spiel zwischen Feuerwerk und der begleitenden Musik in der Promenade Gstaad lässt einem voller Vorfreude auf das kommende Jahr schauen.

Also dann, ich wünsche allen fröhliche Festtage und – wie sagt man so schön – einen guten Rutsch ins 2016! Ist jemandem langweilig? Dann kommt nach Gstaad, hier ist immer was los! :)