Der unterhaltsame Blog-Channel aus der Ferienregion Gstaad mit erlebnisreichen Posts von "Me"

Donnerstag, 14. April 2016

Punktierung - Was ist denn das?

Das Saanenland erwacht langsam aber sicher aus seinem Winterschlaf. Ein untrügerisches Zeichen für den sich ankündigenden Frühling sind wie jedes Jahr die Punktierungen. Punktierung? Was ist denn das?!

Genau das dachte ich mir auch und so nahm ich mir vor, dieser Sache einmal genauer auf den Grund zu gehen. Ich entschied mich für die Punktierung in Gsteig, einem meiner Lieblingsflecken im Saanenland und die südlichste Gemeinde des Kantons Bern. Doch ich hätte auch Lauenen, das Turbach oder Schönried auswählen können, denn in jedem Dorf im Saanenland findet eine Punktierung statt. In Gsteig hatte ich Glück und die Sonne guckte sogar ein wenig hervor…

 im Blick das Dorf Gsteig im Rücken der Sanetsch

Schon von weitem konnte ich eine grosse Ansammlung an überwiegend schön gepflegten Simmentaler Kühen ausmachen. Von der Neugier angetrieben, machte ich mich auf, das Geschehen zu dokumentieren. Die sympathische Bäuerin Linder aus Gsteig erklärte mir, um was es bei der Punktierung genau geht; aber mehr dazu ein wenig weiter unten im Text.

Bäuerin Linder brachte fünf Kühe zur Punktierung

Gsteig ist einfach schön, das Ortsbild mit der prägnanten Kirche und den vielen schönen Chalets versprühen den typischen Charme der ganzen Destination Gstaad. Phuu, zum Glück hatte ich im letzten Moment noch meine neue Kamera eingepackt um ein paar tolle Schnappschüsse schiessen zu können.

Kühe, Chalet, Kirche

Aufgereiht wie an einer Perlenschnur harrten die Kühe dem Geschehen und warteten auf ihre Vorführung vor dem Schauexperten.

Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land?

Dann geht‘s los, eine Kuh nach der anderen wird genauestens begutachtet und die Punkte werden verteilt. Man merkt, dass es sich hier nicht einfach um eine folkoristische Show handelt. Die Punktierung ist eine Beständeschau, an dem von den Bauern ausgewählte Kühe eine kantonal einheitliche Bewertung erhalten und wird sehr gewissenhaft durchgeführt.

Es gibt 4 Positionen, welche durch die sogenannten Schauexperten bewertet werden. Dazu wird jede Kuh noch in eine bestimmte Qualitätsklasse eingeteilt.

1. Position: Rahmen (BCS (Gewicht, Grösse,…), Ausdruck, Rückenlinie,…)

2. Position: Fundament (Beine-Länge, Bein-Winkel,…)

3. Position: Euter (Länge, Breite, Aufhängung,…)

4. Position: Zitzen (Melkbarkeit, Ausrichtung,…)

Ganz schön kompliziert, nicht? Zum Glück fand ich zuhause im Internet noch eine Website mit einer etwas genaueren Beschreibung des Prozederes.

Einer der Schauexperten mit strengem Blick

Nicht nur auf den Prüfbogen, sondern auch gleich auf die Kuh selbst werden die Punkte vermerkt. Ob der Filzstift wohl wasserfest ist? :)

Typische Szene an einer Punktierung

Auch der Nachwuchs ist tatkräftig mit dabei und hilft die Punktierung speditiv über die Bühne zu bringen. Das Treiben auf dem Platz in Gsteig war schlicht faszinierend. Einige Kühe waren ziemlich bockig und wehrten sich, andere nahmen es gelassen und liessen sich in Windeseile punktieren.

Man hat den Überblick

Was für ein tolles Erlebnis! Wenn ihr dieses Spektakel auch einmal erleben möchtet, ist es für dieses Jahr noch nicht zu spät. Es stehen noch weitere Punktierungen im Saanenland an. Hier findet ihr eine Liste mit allen Daten. 

Zufrieden und um eine schöne authenthische Erfahrung reicher, machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung Downtown Gstaad. Bis zum nächsten Mal meine Lieben.

Donnerstag, 10. März 2016

Me und das Märzenwasser

Es herrschte herrliche Winterstimmung, als ich am Dienstagmorgen aus dem Haus ging. Das ganze Saanenland war tief eingeschneit und Frau Holle schüttelte ihre Kissen munter weiter.

video

Ich holte meine Grossmutter ab, um mit ihr einen Spaziergang im hiesigen Winterparadies zu unternehmen.
Gerade als ich vor ihrem Garten stand, war sie im Begriff eine grosse Salatschüssel, gefüllt mit flockigem Neuschnee ins Haus zu tragen. Verwundert blieb ich stehen und erkundigte mich, was sie da genau mache. Sie lachte und fragte mich, ob ich denn noch nie vom Märzenwasser gehört hätte. Ich verneinte. Wie vielleicht manche von euch kannte ich das Märzenwasser bis anhin noch nicht.


Verschneites Saane-Ufer, im Hintergrund Le Rubli

Dick eingepackt, machten wir uns auf den Weg von Gstaad nach Saanen. Im Wald, der Saane entlang, war die Stimmung romantisch, der luftige Schnee, knirschte unter meinen Fusssohlen und meine Grossmutter begann mir zu erzählen, was es mit dem Märzenwasser auf sich hat:

Man stelle während eines grossen Schneefalls im März einen Behälter mit viel Auffassungsvermögen, wenn möglichst aus Glas, ins Freie, etwa in den Garten. Es kann beispielsweise eine Salatschüssel oder eine bauchige Blumenvase sein. Am besten sollte man dies über Nacht machen, denn meine Grossmutter betonte, dass der Schnee keinen Kontakt mit dem Sonnenlicht haben sollte. Ausserdem sollte er weder mit Metall, Holz noch Plastik in Berührung kommen.
Es braucht eine Zeit bis der Schnee geschmolzen ist. An welchem Ort das Wasser gelagert wird, spielt keine Rolle, solange man die oben genannten Prinzipien beachtet.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war ich völlig gepackt von diesem Phänomen. Doch die Sensation hatte gerade erst angefangen.
Wenn es dann soweit ist, und dieser besondere Schnee geschmolzen ist, wird er in Flaschen abgefüllt, die Art der Flasche spielt dabei keine Rolle. Das Märzenwasser bleibt im Gegensatz zu herkömmlichem Hahnenwasser oder Wasser aus dem Detailhandel für unbegrenzte Zeit frisch und entwickelt keinen Faulgeschmack. Dies ist auf die Moleküle im Märzenwasser zurück zu führen, sagt meine Grossmutter.
Bei Verbrennungen soll das Märzenwasser Wunder wirken. Es wird grosszügig auf ein Stück sterile Gaze gegossen und auf die verbrannte Stelle auf die Haut gelegt. Egal wie stark die Verbrennung ist, der Heilungsprozess verläuft angeblich ruhig und es bilden sich weder Brandblasen noch wird man Narben davontragen, sagt man.

Ich war sprachlos. Doch ist das wirklich möglich?
Man kann es nicht mit Sicherheit sagen, man kann es nur ausprobieren. Meine Grossmutter auf jeden Fall schwört bedingungslos auf das Märzenwasser. Schon manches Küchenpersonal, wie auch sie, behandelten mit diesem Wundermittel ihre Verbrennungen.

Schneebedeckte Märchenlandschaft auf dem Sparenmoos

Fasziniert von diesem Phänomen, entschloss ich beim nächsten Märzschnee, mein eigenes Märzenwasser zu produzieren. Was ist mit euch, habt ihr auch Lust es auszuprobieren? Wenn ja, ich drücke euch die Daumen.

Ein kleiner Geheimtipp: In der Buvette Muma auf dem Sparenmoos ist es möglich das Märzenwasser in kleinen Fläschchen zu kaufen.

Freitag, 4. März 2016

Me beim Nachtskifahren mit Fondue-Ronda

Zweisimmen Tourismus liess sich zum Abschluss der Nachtskifahr-Saison 2015/16 etwas ganz Spezielles einfallen. Nachtskifahren an sich ist schon etwas Besonderes. Wenn dieser Anlass noch mit einem Fondueessen gespickt ist, wird es zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Ich war diesen Winter bereits beim Nachtskifahren an der Wispile und durfte dort mit Flutlicht die Piste runter sausen. Da liess ich mir eine zweite Chance, inklusive Fondue-Plausch nicht nehmen.
Voller Erwartung begab ich mich mit Freunden um 18 Uhr nach Zweisimmen zur Talstation Rinderberg.
Wir waren bei Weitem nicht die einzigen, die von diesem Novum begeistert waren. Etliche „angefressene“ Skifahrer und Snowboarder standen bei der Talstation Schlange, um einen Fondue-Pass für 10 Franken zu ergattern.

Obwohl ich mich gut eingepackt hatte und wie ein Eskimo fühlte, froren mir beinahe die Finger ab. Trotz einem geliehenen, zweiten Paar Handschuhe, verbesserte sich der Zustand meiner Finger erst nach zwei Abfahrten, als ich mir die erste Portion Fondue und ein Glas Weisswein zu Gemüte führte. Die Stimmung war locker und es wurde viel gelacht.

Ausgelassene Stimmung beim Fondueplausch

Nach der ersten Stärkung bei der Talstation machten wir uns auf den Weg zur Mittelstation. Ohne die Skis ausziehen zu müssen, genossen wir eine zweite Runde Fondue in angenehmer Gesellschaft.

Durch das rege Treiben auf der Skipiste bildeten sich von Zeit zu Zeit einzelne Unebenheiten. Und genau so ein kleiner Schneehaufen wurde mir dann auch zum Verhängnis. Ich verlor die Kontrolle, konnte mich nicht mehr halten und flog kopfüber in den Schnee. Nachdem ich mich aufgerafft hatte und wir uns die Tränen vor Lachen über meine Tollpatschigkeit aus dem Gesicht gewischt hatten, legten wir unseren letzten Zwischenstopp im Restaurant Fang ein.

Romantische Abendstimmung am Rinderberg

Wir haben noch ein letztes mal das Brot im Fondue Caquelon getunkt, und traten nach diesem gelungenen Abend mit vollem Bauch und einem Rucksack voller guter Eindrücke gegen 21.30 Uhr die Heimreise ins Tal an.

Ich hoffe dieser super Anlass wird im nächsten Winter wieder stattfinden. Dann werde ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein.

Freitag, 29. Januar 2016

Me am Snow Bike Festival

Ein Bike Festival – und das im Winter? Da muss man ja definitiv mit dabei sein. Gespannt was mich erwartete, begab ich mich am Freitag gegen halb 10 Uhr zum Startgelände in der Promenade Gstaad. Der strahlend kalte Wintertag trug zur super Stimmung am Start bei. So manche Journalisten und Touristen amüsierten sich an den farbigen Anzügen und Bikes der Sportler, die aus vier Kontinenten und 18 verschiedenen Nationen angereist waren – wow! Ein Eyecatcher war definitiv der pinke Thailänder, der am Vortag zum ersten Mal Schnee gesehen hatte. :)
Das Startgelände erstrahlte im Glanz der Morgensonne. 

Im glitzernden Schein der ersten Sonnenstrahlen fiel pünktlich um 9.30 Uhr der Startschuss und die Rennfahrer nahmen ihre erste Etappe Richtung Rougemont in Angriff. Vom Waadtland führte die Strecke wieder zurück nach Saanen, dann das Chalberhöhni hoch bis aufs Eggli, wo wir die Teilnehmer nochmals richtig anfeuerten. Nur kurz konnten die Fahrer das wunderschöne Bergpanorama geniessen, dann wurden sie mit der rasanten Abfahrt über den Schlittelweg hinunter zur Talstation belohnt. Ich staunte nicht schlecht, als der Schnellste bereits nach sagenhaften 1h 28min über die Ziellinie fuhr!

Atemberaubendes Bergpanorama belohnte die Rennfahrer nach dem Aufstieg. Hier: Gummfluh

Unten grau, oben blau. So etwa präsentierte sich das Wetter am zweiten Renntag. Auf der sonnigen Terrasse des Bergrestaurants Eggli genoss ich meine heisse Schokolade und wartete auf die Fahrer. Sie kämpften sich mit Muskelkraft den Schlittelweg hoch in die Sonne. Die Abfahrt über die rote Piste hinunter zur Talstation verlangte wegen dem weichen Schnee den Snowbikern ihr ganzes Gleichgewicht ab und war dementsprechend spannend zum Beobachten.

Der Thailänder Yuttapong Chatchawanwan verlor das Lachen auch bei brenzligen Abfahrten nicht.

Sobald die Fahrer vorbei waren ging es für mich weiter, wollte ich doch das Highlight des Tages nicht verpassen. Im Gsteig führte die Rennroute nämlich – ihr glaubt es kaum – durch einen Stall! Begleitet von Alphornklängen war dies für die Fahrer wie für die Zuschauer ein unvergessliches Erlebnis, welches die alpine Echtheit und den Charme der Region einmal mehr bestätigte.

Charming Gstaad - das Snow Bike Rennen führte sogar durch einen Stall.

Am Abend hiess es für die Fahrer beim Rocky Mountain Eliminator Night Race am Rütti Lift nochmals Kräfte sammeln und Gas geben, während wir Zuschauer uns mit einem wärmenden Glühwein bereits auf die Snow Bike Festival Party in der Tennishalle einstimmten.

Das Rocky Mountain Eliminator Night Race verlangte den Bikern die letzten Kraftreserven ab.

Die letzte Etappe am Sonntag führte zum Lauenensee. Meine Freunde und ich nutzten die Gelegenheit, mit der Kutsche zum See hochzufahren, um nebst dem Rennen auch noch die idyllische Natur zu geniessen – es war wie immer wunderschön!

Ich bin sicherlich nicht der einzige Zuschauer, der sich durch das Snow Bike Festival vom Fatbike-Fieber anstecken liess. Deshalb habe ich sogleich mein nächstes Wochenende geplant: Fatbiking auf dem Sparenmoos! Das Hochplateau ob Zweisimmen ist dank seinem Rundweg und den Abfahrten super fürs Winterbiken geeignet und für die Gemütlichen unter uns fährt sogar ein Bus hoch.

Das Hochplateau Sparenmoos ist mit seinem einzigartigen Bergpanorama ein Paradies für Winterbiker.

Auch auf diversen anderen Winterwanderwegen der Destination Gstaad ist das Fatbiken erlaubt. Wer der etwas andere Winterspass selbst ausprobieren will, kann an fünf Orten solche Fatbikes mieten. Ich jedenfalls freue mich sehr auf dieses Erlebnis! Und wer weiss – vielleicht bin ich ja sogar am nächsten Snow Bike Festival im Januar 2017 als Wettkämpfer selbst mit dabei…:)

Freitag, 18. Dezember 2015

Me in Festtagslaune

Wenn es überall nach Weihnachtsguetzli und Mandarinen duftet und der Lichterschmuck die Strassen und Chalets verzaubert, weiss man: Weihnachten steht kurz vor der Tür!
Weihnachten bedeutet Festtagszeit, und Festtagszeit bedeutet „ganz schön viel los in Gstaad“. Das ist die optimale Gelegenheit, tolle Sachen zu unternehmen und einige der aufregenden Events zu besuchen. Ich habe mir schon einige Dinge vorgenommen, die ich in den nächsten Wochen unternehmen will.

Die Promenade Gstaad in weihnachtlichem Charme.

Einen in meinen Augen amüsanten Auftakt zur Après-Ski Saison im Dorf Gstaad bietet der Nordic Winter Sprint in der Promenade. Ich habe gehört, dass es beim Restaurant Rialto vor dem Tandemrennen der Skilehrer gegen Gäste gratis Glühwein für alle gibt und anschliessend ein DJ für Partystimmung sorgt. Klingt doch nach einer tollen Unterhaltung, ich bin auf alle Fälle dabei! Apropos Partystimmung: Keinesfalls verpassen möchte ich das „Bar on Ice“ am 28. Dezember. An der Open-Air Party auf der Eisbahn Gstaad herrscht jedes Jahr eine unvergleichliche Stimmung.

Was sicher auch auf meinem Programm steht, ist ein Besuch beim Winterzauber. Der charmante Wintermarkt neben der Eisbahn in Gstaad bietet kulinarische Leckereien wie Crêpes, Apfelküchlein, Strudel oder Raclette der Molkerei Gstaad… Am liebsten würde ich einfach alles probieren, mit einer Tasse Glühwein oder Punsch dazu. Übrigens, ich habe für meine Freundin und mich Tickets für „Circus and Friends by David Dimitri“ gekauft. Deren Show letztes Jahr war wirklich spitze! Aber psst, meine Freundin darf nichts von dieser Überraschung erfahren!

Raclette am Winterzauber Gstaad - ein wahrer Genuss.

Doch ich will mich ja auch aktiv betätigen. Ein Freund hat mir empfohlen, unbedingt mal am Nachtschlitteln auf dem Sparenmoos teilzunehmen. Das findet ab dem 26. Dezember bis 5. März jeden Freitag und Samstag auf der beleuchteten Piste statt und garantiere Spass für Jung und Alt. Tönt ganz lustig, ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf das Schlittelabenteuer. Kleiner Tipp: Am 25. Dezember ist Vollmond, also wird die Stimmung am 26. Dezember sicher wunderschön sein!

Nachtschlitteln auf dem Sparenmoos - Spass für Jung und Alt.

Für den letzten Tag des Jahrs 2015 haben meine Freunde und ich etwas ganz spezielles geplant. Wir werden nämlich auf dem Rellerli ins neue Jahr rutschen. Mit einem 4-Gang Menu und musikalischer Unterhaltung im Berghaus freue ich mich auf eine Silvesterparty der ganz besonderen Art.

Das Rellerli bietet an Silvester einen traumhaften Ausblick auf Gstaad und die Feuerwerke.

Schliesslich darf ich das traditionelle Neujahrs-Feuerwerk vom The Alpina Gstaad am 1. Januar 2016 nicht verpassen. Das Spiel zwischen Feuerwerk und der begleitenden Musik in der Promenade Gstaad lässt einem voller Vorfreude auf das kommende Jahr schauen.

Also dann, ich wünsche allen fröhliche Festtage und – wie sagt man so schön – einen guten Rutsch ins 2016! Ist jemandem langweilig? Dann kommt nach Gstaad, hier ist immer was los! :)

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Me an der Gstaader Messe

Das Wandern ist des Müller‘s Lust. Das galt auch am Samstag, 24. Oktober. Nach einer farbenfrohen Wanderung über Stock und Stein erreichten wir gegen 15 Uhr Gstaad. Eher zufällig gelangten wir dabei zum Sportzentrum. "Oha, da ist ja richtig etwas los!" Gstaader Messe? Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und so beschlossen wir kurzerhand, der Messe einen Besuch abzustatten.

Da wurde so richtig was geboten! Die verschiedenen Aussteller gaben sich alle Mühe beim Buhlen um die Gunst der Messebesucher. Bei der Molkerei Gstaad konnte Mann und Frau sich bei der Herstellung von Butter üben. Die Herausforderung war, einen Becher mit Rahm zu schütteln, bis daraus Butter entstand – dies natürlich innert möglichst kurzer Zeit. Ich mobilisierte meine letzten Reserven und gab mein Allerbestes. Trotzdem möchte ich das Ergebnis lieber für mich behalten. :)

Das neue Trainingsgerät zum Austesten zog viele Blicke auf sich

Natürlich gehörte auch das Sportzentrum Gstaad selbst zu einem der vielen Ausstellern. An dessen Stand konnte man ein neues, einzigartiges Trainingsgerät austesten. Immer noch erschöpft vom Rahm schütteln, verzichtete ich aber auf eine Probe.

Die eingenen Kletterkünste konnten an der mobilen Kletterwand des Alpinzentrums getestet werden.

Das Alpinzentrum präsentierte im Aussenbereich seine tolle Kletterwand. Ich riss mich noch einmal so richtig zusammen und versuchte, die Wand zu erklimmen. Nach dreimaligem ausrutschen war ich schon kurz vor der Aufgabe. Mit allerletzter Willenskraft schaffte ich es, auch dank gütiger Unterstützung der Betreuer vom Alpinzentrum, dann doch noch! Ein leichter Adrenalinkick war es schon, als ich mich zuoberst einfach rückwärts in das Seil fallen lassen musste. Rückblickend betrachtet hatte ich jedoch grossen Spass daran!

Die Air-Glacier bei der Lösch-Aktion.

Doch das Highlight sollte noch folgen! An einer furiosen Show zeigte die Air-Glacier Gstaad-Saanenland zusammen mit der Feuerwehr Saanen ihr ganzes Können. Ich staunte nicht schlecht, als der Helikopter eine Tanne transportierte und demonstrierte, wie Waldbrände gelöscht werden.

Sogleich fühlte ich mich in den letzten Winter zurückversetzt. Wunderschöne Erinnerungen vom Heliskiing im letzten Winter kamen auf. Damals sind nämlich meine Freunde und ich bei perfekten Bedingungen mit Air-Glaciers auf den Walig geflogen. Von dort genossen wir die geniale Abfahrt durch den Pulverschnee nach Feutersoey. Das war ein extrem tolles und unvergessliches Erlebnis, welches ich jedem nur weiterempfehlen kann!


Die Fotobox von GST und BDG begeisterte die Besucher der Messe.

Gstaad Saanenland Tourismus und die Bergbahnen Destination Gstaad teilten sich zusammen einen Stand. Wir amüsierten uns köstlich an der originellen Foto Box, wo wir in alten und neuen Skiutensilien und mit Seilbahngeräten so manch lustiges Fotos schossen. Das Ergebnis lässt sich auf Facebook „Gstaad – Come up, slow down“ bestaunen. Insgesamt wurden 187 Bilder dieser Art hochgeladen. Wow!

Die Fotobox mit der alten Skiausrüstung war bei den Besuchern sehr beliebt.

Zum Abschluss der Messe gönnten wir uns noch einen leckeren Imbiss in der Festwirtschaft, die von den Bergrestaurants der BDG geführt wurde. Meine Freunde und ich freuen uns bereits jetzt, die Küche der Berghäuser im Winter wieder zu geniessen. Apropos Winter: für alle, die nicht mehr darauf warten können, startet am Samstag, 31. Oktober 2015 der Glacier 3000 mit seinem Winterbetrieb. :)

Freitag, 23. Oktober 2015

Me im charmanten Saanen

Heute Nachmittag entschieden meine Freunde und ich, einen Ausflug in das neu renovierte Dorf Saanen zu machen. Mein letzter Besuch lag schon eine Weile zurück und ich hatte immer noch das alte Dorf in Erinnerung, durch welches die vielbefahrene Strasse nach Bulle führte. So staunte ich nicht schlecht über die Veränderungen, als wir durch das neue, autofreie Zentrum schlenderten.

Eingang Saanen Richtung Dorfzentrum

Mit den akkurat gelegten Pflastersteinen, dem neuen Brunnen und speziell dem grossen Dorfplatz mit dem als Mosaik gelegten Wappen der Gemeinde ist aus Saanen ein entzückendes Dorf mit viel Charme geworden.

Der Dorfplatz mit dem Wappen im Vordergrund, die Berge Cholisgrind und Le Rubli im Hintergrund

Was mich in Saanen auch immer wieder fasziniert, sind die vielen alten Chalets. So manches Mal standen wir eine ganze Weile vor den traditionellen Gebäuden und versuchten, die aufgemalten Schriftzüge zu entziffern. Doch die alte Schrift machte es uns nicht gerade leicht die Botschaft zu verstehen! :) Die hölzernen Verzierungen und Malereien beeindruckten uns sowohl bei den alten als auch bei den neueren Chalets enorm. Solche Häuser sind der Beweis dafür, dass in der Region auch heute noch das Handwerk mit viel Herzblut ausgeführt wird.

Das Mittelgässli versprüht einen besonderen Charme

Auch bei modernen Chalets ist die Liebe zum Detail und die traditionelle Architektur ersichtlich

Übrigens sind an diversen dieser historischen Chalets Informationstafeln angebracht, zu welchen der Prospekt „ein historischer Dorfführer“ in den Tourismusbüros Gstaad und Saanen in drei Sprachen erhältlich ist. Diese Broschüre enthält einen Dorfplan mit den 28 bedeutendsten Gebäuden von Saanen und dessen jeweiliger Beschreibung dazu.

Das Mittelgässli im strahlenden Sonnenschein

Eines dieser Gebäude ist die Mauritiuskirche, welche neben fünf anderen Häusern den Dorfbrand im Jahr 1575 überstanden hat. Natürlich konnten wir uns einen Abstecher zu diesem historischen Bauwerk nicht entgehen lassen. Dank dem Führer wussten wir, dass die bedeutenden Wandbilder im Chor und Schiff vom 15./16. Jahrhundert stammen – wow!

Auf dem Weg zur Kirche kommt man am 16 Art Bar Restaurant vorbei (rechts)

Für geschichtlich Interessierte lohnt sich ebenfalls ein Besuch im Museum der Landschaft Saanen. Es befindet sich am Dorfplatz im gleichen Gebäude wie das Heimatwerk. In diesem Geschäft fanden wir schöne Geschenkideen, wie unter anderem Scherenschnitte oder regionale Produkte aus Keramik und Holz.

Anschliessend an unsere Tour durch Saanen gönnten wir uns eine süsse Köstlichkeit im Tea-Room Müller gleich am Dorfplatz und genossen die wärmenden Strahlen der Herbstsonne.
Das liebliche Dorf hat mich mit seinem Charme verzaubert! Ich werde bestimmt bald wieder zurückkehren.

Das Tea-Rom Müller bietet Köstlichkeiten direkt am Dorfplatz

Übrigens: Wer noch detailliertere Informationen über das idyllische Dorf wissen möchte, kann jeweils donnerstags um 16 Uhr an einer Dorfführung teilnehmen. Anmelden kann man sich bis jeweils am Mittag desselben Tages im Tourismusbüro Saanen (Tel. 033 748 81 60).
Weitere Informationen zur Kunst und Architektur der Region befinden sich ausserdem auf der Internetseite: www.gstaad.ch/geniessen/kunst-architektur/architektur