Der unterhaltsame Blog-Channel aus der Ferienregion Gstaad mit erlebnisreichen Posts von "Me"

Montag, 26. März 2012

Mein Sonntagsprogramm

Sonntagmorgen kurz nach acht und der Wecker klingelt. Ich gebe ja zu, dass ich versucht bin, noch etwas weiter zu schlummern, aber ein Blick hinter den Vorhang überzeugt mich doch, aufzustehen, in die Skikleider zu schlüpfen und in die erste Gondel Richtung Rinderberg-Spitz zu steigen.

Ich liebe Frühlingsskifahren am frühen Morgen. Hat man sich nämlich erst mal den Schlaf aus den Augen gerieben und die letzten verträumten Gedanken an den Sandmann verbannt, wird man bereits von einem spektakulären Sonnenaufgang begrüsst. Die Pisten sind unberührt, der Schnee schön griffig, keine Menschenseele auf der Piste und die Temperaturen angenehmer als im tiefen Winter.

Ab dem frühen Nachmittag wird der Schnee oft sulzig und etwas schwer. Immer wieder ein guter Grund, um eine ausgedehnte Pause zum Sonne-tanken einzulegen. Frisch mit Sonnenmilch eingecrèmt sitze ich auf der Terrasse des Restaurant Träumli. Mein Tipp, ein Kaffee „Träumli“ verleitet tatsächlich zum Träumen und Geniessen.

Wieder zu Hause werfe ich einen Blick in den Spiegel. Ok, das nächste Mal lasse ich besser die Sonnenbrille weg und schliesse halt die Augen beim Sonnenbad. Meine Gesichtsfarben erinnern nämlich an einen Pandabären bei dem hell und dunkel vertauscht wurde.

Dienstag, 20. März 2012

Die Rache der schwarzen Loipe

Das habe ich nun also davon. Nachdem ich laut hinausposaunt habe, wie kinderleicht und langweilig Langlauf doch sicher sei, musste ich heute mit auf die Loipe. 

Kein Problem, dachte ich, schliesslich rutscht man nur in einer vorgespurten Loipe, da kann gar nichts schief gehen. Falsch gedacht, denn kaum setzte ich mich in Bewegung, um in die Loipe einzuspuren, musste ich mich schon darauf konzentrieren, mich aus der Grätsche wieder in die Senkrechte zu hieven, um nicht endgültig im Spagat zu landen. 

Einmal im Lot und in der Spur, war das Langlaufen einfacher. Ich drehte meine Runden auf der blauen Loipe und war erstaunt, wie viel Spass das machen kann. Man ist an der frischen Luft, kann die Natur geniessen und je nach Engagement kommt man sogar richtig ins Schwitzen. 

Selbstbewusst wie ich bin, wagte ich mich dann auch noch auf die schwarze Loipe. Kann
doch nicht so schwierig sein. Das war es auch nicht, aber nur bis zum „sanften“ Gefälle zwischen Saanenmöser und Schönried. Ich versuchte locker zu bleiben und genau so cool wie alle anderen die Kurve zu meistern. Das hätte wohl ziemlich gut geklappt, hätte ich an die Tücken der Langlaufbindung gedacht. Den Rest kann man sich ja denken. Da man nur vorne festgeschnallt ist, fällt man sehr schnell vornüber, wenn man sich nicht richtig ausbalanciert. Ist man erstmal umgefallen, ist das Aufstehen praktisch unmöglich. Immer und immer wieder, rutschten mir die Langlaufski unter meinen Füssen weg, bis  schlussendlich ein netter Saanenländer zu meiner Rettung eilte und mir galant wieder auf die Beine half.

Trotz dieser Erfahrung ist eines sicher: Ich werde in Zukunft öfters die Langlaufski anschnallen. Es ist zwar nicht ganz so leicht, wie ich mir das vorgestellt habe. Vielleicht wäre eine Übungsstunde mit einem Langlaufexperten doch eine gute Investition gewesen aber auch ohne Vorkenntnisse kann man sich auf die Loipen trauen. Und unter uns, sollten alle Stricke reissen, in Schönried ist die Nachtloipe jeweils dienstags und freitags bis 22.00 Uhr beleuchtet. Da sieht man einen nicht so gut.