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Donnerstag, 29. November 2012

Wer will schon Eiskunstlaufen wenn er Eiskunstfliegen kann


Es ist schon eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal auf Kufen übers Eis schwebte. Aber, Schlittschuhlaufen ist ja bekanntlich wie Fahrradfahren, wenn man’s mal kann, verlernt man’s nicht mehr.

Ich war selbst erstaunt, wie gut ich das im Griff hatte. Ich kurvte die Gstaader Eisbahn hin und her. Doch leider ist Schlittschuhlaufen tatsächlich wie Fahrrad fahren, denn als ich mich meines Könnens sicher fühlte und eine galante Pirouette zum Besten geben wollte, ging es mir wie beim Biken. Wer meinen Blog etwas verfolgt, weiss ja schon, dass mein Übermut gern auch mal in einem Sturzflug endet. Nach einer viertel Umdrehung ruderte ich also, mit beiden Armen um Gleichgewicht ringend, dem Boden entgegen.

Wie beim Langlaufen ist es auch auf der Eisbahn alles andere als einfach, wieder aufzustehen. So kroch ich auf allen Vieren an die Bande, um mich dort hochzuziehen. (Natürlich auf der von der Promenade abgewandten Seite – muss ja nicht gleich jeder mitbekommen, wie ich hier kämpfe.)

So eine Eislandung kann ganz schön wehtun. Wer weiss, vielleicht gibt’s in den nächsten Tagen ein Bild von meinen blauen Knien. Noch sind sie rot, aber sie fühlen sich an, als schillerten sie in den nächsten Tag in allen Farben des Regenbogens.

Ich beschloss, meine Schlittschuh-Karriere für diesen Tag auf Eis zu legen und das nächste Mal jemanden mitzunehmen, an dem ich mich stützen kann und der mich allenfalls unauffällig wieder auf die Beine stellt. Freiwillige vor!