Der unterhaltsame Blog-Channel aus der Ferienregion Gstaad mit erlebnisreichen Posts von "Me"

Freitag, 25. Oktober 2013

Gstaadermesse


Am Donnerstagabend entschied ich mich kurzfristig, die Gstaadermesse zu besuchen. Dies war kein Problem, da die Stände bis um 22 Uhr geöffnet haben. Vor dem Eingang traf ich auf einen Pionier der Region: den Funi. Vor allem bei der älteren Generation sah man viele glänzende Augen. Bei einem feinen Tee wurden Erinnerungen wach und untereinander ausgetauscht. Damit dieses Stück Geschichte erhalten bleibt und ins Verkehrshaus der Schweiz nach Luzern umziehen kann, sammelt Gstaad Saanenland Tourismus: Jeder kann helfen, den Funi zu retten: http://www.gstaad.ch/de/page.cfm/KulturTradition/Historisches/Funi

Nach diesen schönen Momenten voller Erinnerungen ging es weiter in die Ausstellungshalle. An den Ständen der lokalen Firmen werden die neusten Produkte und Dienstleistungen vorgestellt. Oftmals gibt es „Versucherli“ oder spannende Wettbewerbe, bei denen die Besucher schöne Preise gewinnen können. Entlang der Stände traf ich viele Leute aus dem Saanenland und Umgebung. Beim „Dorfen“ erfuhr ich die neusten Geschichten aus der Region. Durch das viele Diskutieren ging die Zeit (leider) viel zu schnell vorbei. Jedoch hatte ich mir vorgenommen, noch die Lehrlingsausstellung unter die Lupe zu nehmen. Das diesjährige Thema „EXTREM“ führte zu verschiedenen Interpretationen und somit zu noch verschiedeneren Werken. Es ist beeindruckend, welch kreative Lehrlinge das Saanenland zu bieten hat.

Der Abend klang mit hitzigen Diskussionen über die neuesten Entwicklungen in der Ferienregion bei einem kühlen Bier aus. Sie, werte Leser meines Blogs, haben noch bis und mit Sonntag, 27. Oktober, Zeit die Messe zu besuchen.
http://www.gstaadermesse.ch/

Mittwoch, 25. September 2013

"Einmal Wispile und zurück, bitte"

Am vergangenen Wochenende entschieden ein paar Freunde und ich, solange das Wetter noch so schön ist, eine Wanderung zu unternehmen. Wir entschieden uns für die Variante „Wispile-Lauenensee-Gstaad“. Wir wanderten dann leichtfüssig an der wunderschönen Alpenflora vorbei, hatten die herrliche Aussicht vor Augen und die Sonne im Gesicht. Bald erreichten wir die „Höhi Wispile“. Zeit für eine Picknick-Pause. In der frischen Bergluft und der herrlichen Sonne schmeckten uns das selbstgebackene Brot, Alpkäse aus der Region und frische Früchte besonders gut.

Unterwegs kamen wir an einem wunderschönen naturbelassenen See vorbei, welcher die mächtigen Berge im Hintergrund reflektierten. Der Anblick war atemberaubend. Weil uns schon die Nachmittagssonne ins Genick schien und der Weg noch weit war, mussten wir uns von diesem herrlichen Ort regelrecht losreissen.

Frisch gestärkt, traten wir noch den letzten Teil der Wanderung an und schon bald sahen wir von Weitem den Lauenensee. Von dort aus war es nur noch einen Katzensprung zum See und wir freuten uns auf ein bisschen Erholung.

Lauenensee

Für die letzte Etappe vom See zurück ins Dorf Lauenen entschieden wir uns für den Bus. Die Vorfreude, im Bus gemütlich unsere Beine ausstrecken zu können, trieb uns noch schneller zu der Bushaltestelle. Bequem und sorgenlos reisten wir nach Gstaad zurück, wir brauchten nicht mal mehr ein Billet im Postauto zu lösen, da wir bereits an der Wispiletalstation ein Rundreiseticket gelöst hatten – sehr praktisch!

Zurück in Gstaad liessen wir diesen eindrucksvollen Tag bei einem kühlen Drink an der Bar ausklingen. Der Herbst bietet sicher noch so manchen herrlichen Sonnentag für eine der vielen Wandermöglichkeiten in unserer Region.

Freitag, 2. August 2013

1. August in seiner vollen Pracht

Gestern – zur Feier der Schweiz – entschloss ich mich, zusammen mit Freunden eine schöne Bergwanderung zu unternehmen. Aus den vielen tollen Routenmöglichkeiten entschieden wir uns für die Höhenwanderung vom Rinderberg zum Horneggli.
 
Gestärkt mit einem typisch schweizerischen „Züpfe-Zmorge“ zogen wir also mit unseren vollgepackten Rucksäcken um 10.30 Uhr los und genossen zu Beginn eine herrliche Gondelfahrt auf den Rinderberg. Am Spitz angekommen, schnürten wir unsere Wanderschuhe, montierten die Sonnenbrillen und los ging es! Nach dem kurzen Aufstieg auf den Gandlauenengrat war die Aussicht einfach fantastisch. Das Wetter konnte nicht besser sein und so waren gar Eiger, Mönch und Jungfrau bestens zu erkennen. Natürlich durfte auch ein Foto-Posing mit dem aus Holz geschnitzten Adler nicht fehlen.
 
Blick auf Zweisimmen während Gondelfahrt auf den Rinderberg
 
Adler aus Lärchenholz auf dem Rinderberg-Spitz

Weiter ging die Wanderung zur Alp Parwenge, vorbei an saftig grünen Alpwiesen mit Alpenrosen, Enzianen und noch vielen anderen Bergblumen (deren Namen ich leider nicht kenne...). Von der Alp Parwenge ist der Ausblick hinunter ins Simmental übrigens wirklich einmalig! Gut gelaunt stimmten wir berühmte Schweizerlieder wie „s’Vogellisi“, „Louenesee“ oder „es Buurebüebli“ an. Wir erreichten eine sehr schöne Alpkäserei, bei welcher wir feinen Bergkäse direkt ab Hof gekauft haben. Mmm, den habe ich mir noch immer aufgespart :-)

Bald erreichten wir den legendären Höhenweg Richtung Hornberg. Das Blickfeld weitet sich nun Richtung Freiburger- und Waadtländer Alpen. Tief unten ist sogar Schönried zu erkennen. Auf dem Höhenweg haben wir ein ideales Plätzli für unsere Mittagspause gefunden. Schnell machten wir uns daran, Äste und Rinde für ein Feuer zu sammeln. Obwohl ich ja den Rucksack selber gepackt habe, konnte ich es ehrlichgesagt kaum erwarten, die Wundertüte auszupacken :-) Alles war parat, nur das Wichtigste haben wir tatsächlich komplett vergessen – ein Sackmesser! Und das am 1. August! Denn was ist Bräteln im Freien ohne Cervelats mit eingeschnittenen Beinchen? Kurzum fragten wir die ersten Passanten nach einem Sackmesser und klar hörten wir postwendend die Antwort, dass doch jeder Schweizer immer ein Sackmesser in der Hosentasche trägt. Zum Dank luden wir unsere Helden noch zu einem Bier ein und brätelten sodann die ersten Cervelats über unserem erfolgreich brodelnden Feuer. Potzheieiei war das ein Genuss!

Vor lauter Essen, Lachen und Erzählen haben wir völlig die Zeit vergessen und somit fuhr das letzte Sesseli vom Horneggli ohne uns ins Tal. Nun blieb uns nichts anderes übrig, als auch die letzten 539 Höhenmeter noch zu Fuss zu meistern. Aber dies zahlte sich auf jeden Fall aus! Der Abstieg nach Schönried ist sehr abwechslungsreich und ermöglicht eine fantastische Sicht auf das Dorf Saanen. Für ein kurzes Päuschen setzten wir uns auf einer Wiese nieder und genossen die herrliche Bergkulisse. Aber das Beste kommt erst noch: Wir konnten fasziniert den Tönen eines Alphornbläsers lauschen...

Wieder zurück in Zweisimmen angekommen, gönnten wir uns zum Ausklang des Tages auf der Terrasse meiner Kollegin ein feines Raclette, schauten gespannt dem Feuerwerk zu und genossen ein Gläschen Wein – was für ein herrlicher 1. August!

Donnerstag, 11. Juli 2013

Abenteuer Rellerli

Das Wetter draussen ist hervorragend. Diesen schönen Sommertag lass ich mir an meinem freien Tag auf keinen Fall entgehen! Ich packe Sonnenbrille und Sonnenhut und fahre nach Schönried. Auf dem Parkplatz angekommen, muss ich feststellen, dass ich heute wohl nicht die einzige Person bin, die sich für das Ziel „Rellerli“ entschieden hat. Nach kurzem Zögern entschliesse ich mich, den Berg zu Fuss in Angriff zu nehmen. Anderthalb Stunden dauert die Wanderung von Schönried aufs Rellerli. Ich geniesse die wunderschöne Aussicht und die noch nicht allzu heissen Temperaturen. Ein bisschen eifersüchtig bin ich schon auf die, die den Aufstieg mit der Gondel gewählt haben. Denn in ca. der Mitte der Bahn hat es eine Besonderheit: Eine Kurve in der Streckenführung. Die Durchfahrt ist fast wie eine kleine Achterbahn-Einlage - „saulustig“!

Oben angekommen gönne ich mir ein grosses Glas zum Durstlöschen und einen „Grossmutters Original“ (Salat mit gebratenem Speck, Ei und Croutons). Nach dem Mittagessen kann’s losgehen. Rodelbahn ich komme! Weil ich so gerne rodle, löse ich mir gleich eine 5er Karte. Bei der ersten Abfahrt bin ich noch vorsichtig und nicht allzu schnell unterwegs. Bei jeder weiteren Abfahrt werde ich mutiger. Bei der letzten sause ich nahezu ungebremst die 620 Meter lange Strecke hinunter. Der Spass ist gross und das Rodeln so cool!

Ein bisschen Erholung darf’s dann auch noch sein: Ich lege mich ins Gras und geniesse das schöne Wetter. Herrlich.

Kurz nach halb vier nehme ich den Retourweg in Angriff. Diesmal jedoch nicht zu Fuss. Ich miete ein Trottinett und rolle gemütlich damit ins Tal. Tempo ist hier nicht so mein Ding. Vor dem In-die-Kurven-Liegen fürchte ich mich dann doch etwas. Andere sind da wesentlich mutiger als ich. Das kann ja jeder machen wie er will. Toll war‘s allemal!

Donnerstag, 13. Juni 2013

Muni „Claudio“ wartet auf den Besten der Besten

In wenigen Tagen steht Gstaad das ganz grosse Kräftemessen ins Haus. Beim Oberländischen Schwingfest am 15. und 16. Juni treten die stärksten der Starken gegeneinander an. Ich bin schon so gespannt auf die Atmosphäre im und um das Eisbahnareal mitten im Dorf, wenn bis zu 4‘000 Zuschauer ihre Favoriten anfeuern und die Veranstalter ihren Gästen Schweizer Echtheit wie aus dem Bilderbuch servieren. Endlich ist mal wieder was los im Dorf!

Die Anmeldeliste lässt jedem Schwingerfreund das Herz vor Vorfreude höher schlagen, war neulich in der Lokalpresse zu lesen. Neben Schwingerkönig Kilian Wenger haben sich acht (!) weitere Eidgenössische Kranzgewinner (EK) für das Kräftemessen in Gstaad angemeldet. Insgesamt treten 217 Schwinger und rund 300 Nachwuchsathleten in die Sägemehl-Arenen.

Gekämpft wird um die Ehre, um die Qualifikation zum „Eidgenössischen“ (Schweizer Meisterschaft) und um viele attraktive Preise. Der für den Besten steht noch in Turbach im Stall und wartet auf seinen neuen Chef: Der stattliche Muni „Claudio“ wird bei der Siegerehrung sicher für das eine oder andere O und A im Publikum und stolz beim Sieger sorgen.

Naja, auch wenn’s eventuell nicht ganz meine Musikrichtung ist – den grossen volkstümlichen Unterhaltungsabend am Samstag in der Festhalle werde ich mir sicher auch nicht entgehen lassen. Vielleicht treffen wir uns ja dort?!

Wer noch mehr wissen möchte über dieses strahlende Highlight gelebter Tradition kann sich hier informieren: www.schwingfest-gstaad2013.ch.



Montag, 10. Juni 2013

Crowdsurfen auf dem Flugplatz Saanen



Wie beim letzten Blogeintrag angekündigt, besuchte ich dieses Wochenende die Erstausgabe des Mad Muni Festival auf dem Flugplatz Saanen. Das rocklastende Programm versprach viel.

Nach einem kurzen aber heftigen Sommergewitter am Freitagnachmittag, wurde das Wetter wieder besser. Als ich das Festivalgelände betrat, herrschte eine gemütliche Stimmung. Viele Leute waren noch nicht im Zelt, sondern genossen ihr verdientes Feierabendbier unter freiem Himmel zum Sound der Bands „Seemannsgarn“ und „Them Fleurs“. Das Zelt füllte sich das erste Mal, als die lokale Band „Dörrti Fruits“ die Bühne betrat. Wie schon am Ride on Music Festival (siehe früherer Blogeintrag) war ich begeistert von der Kreativität und dem Enthusiasmus, die die zweiköpfige Band zeigte. Weiter ging es mit „Migre Le Tigre“, einer One-Man Band. Die Herzen der ein bisschen härter gesinnten Rocker schlugen höher als „The Peacocks“ und die „Surfaholics“ das Zelt mit ihrem Sound füllten. Abgerundet wurde der Abend mit fetten Reaggebeats vom, im Saanenland schon gut bekannten, Oltner DJ „Max Rubadub“. Ich feierte voll mit und kam darum erst in den frühen Morgenstunden wieder nach Hause.

Nachdem ich mich am Samstag ein bisschen erholen musste von der letzten Nacht, machte ich mich am Abend wieder auf den Weg auf Saanen. Auch der Samstagnachmittag erlitt ein kurzes Sommergewitter. Trotzdem war es am Abend wieder trocken. Diesen Konzertabend eröffneten die „Allys Fate“. Gefolgt wurden Sie vom harten Sound der bekannten österreichischen Band „All Faces Down“. „Tim Vantol“ der im Saanenland einen grossen Anhang hat begeisterte die Menge ebenso wie die „Greedy Bees“, die mit ihren Posaunen und Trompeten die Zuschauer mit feinstem Ska-Punk verwöhnten. Spätestens als „Jerry And The Final Thoughts“ die Bühne betraten, pogte (Fachbegriff für hüpfen) fast das ganze Zelt mit. Ich agiert nach dem Motto: „Mitendrin statt nur dabei“. Und so kam es, dass ich plötzlich über allen Leuten am crowdsurfen war. Die gute Stimmung wurde mitgenommen und „Sgaffy“ eine Coverband aus dem Tessin mochte diese voll ausnützen. In Schneewitchen Kostümen gekleidet, brachten Sie mit gecoverten Klassikern wie YMCA das Zelt zum Beben. Diesen intensiven Abend, der eigentlich schon ein Morgen geworden ist, beendete DJ „Fatoni“ mit diversen Remixes, die fast bis zum Sonnenaufgang ertönten.

An dieser Stelle möchte ich dem OK und all den Helfern danken, die dies möglich gemacht haben. Weiter so!

Donnerstag, 6. Juni 2013

Mad Muni Festival


Endlich können wir uns wieder die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, die Mütze und den Wintermantel endgültig im Schrank verstauen und uns auch ohne Regenschirm aus dem Haus trauen.

Ich hoffe das bleibt so, dieses Wochenende findet nämlich das Mad Muni Festival auf dem Flugplatzgelände in Saanen statt. Das Festival wird von jungen Einheimischen organisiert und findet dieses Jahr das erste Mal statt.

Selbstverständlich werde ich mir das nicht entgehen lassen, ich freue mich auf zwei rockige Abende. Seit also so nett und leert immer schön eure Teller, damit das Wetter dann auch mitspielt.

Infos zum Festival findet ihr hier: www.madmuni.ch.

Freitag, 17. Mai 2013

Tour de Pump, das Gstaad-Scott Weltcup-Team stellt sich in der Schweiz vor


Gstaad hat ja nun ein eigenes internationales Mountain Bike Downhill Weltcup Team. Bei seinen ersten Starts in der neuen Saison haben die Jungs und Mädels von Gstaad-Scott bereits gezeigt, was in ihnen steckt. Jetzt gehen sie – zwei Wochen bevor der Weltcup startet – unter der Leitung ihres Team Managers Claudio Caluori erstmals auf die „Tour de Pump“. Sie besuchen dabei vom 20. bis 25. Mai die besten Pumptracks der Schweiz, stellen sich dort den Fans vor und geben den Bikern bestimmt noch den einen oder anderen Tipp in Sachen Fahrtechnik.

Claudio Caluori ist übrigens einer der ganz dicken Fische in der Szene, habe ich mir sagen lassen. Mit seiner Firma Velosolutions gilt er als einer der renommiertesten Strecken-Bauer. Sein jüngstes Projekt ist der Bike-Park Zürich, die grösste innerstädtische Anlage dieser Art weltweit, die am Samstag, 25. Mai 2013 zusammen mit dem Gstaad-Scott-Team offiziell eröffnet wird. Was will man denn mehr?

Auch wenn ich nicht unbedingt ein Freerider oder Downhiller bin, würde ich auf der Tour de Pump doch auch gern mal einen solchen Track ausprobieren. Geht leider nicht. Kann keine Ferien nehmen. Umso cooler finde ich, dass uns das Team mit Fotos, Videos, via Twitter und Facebook live am Geschehen teilhaben lässt.

Hey, ihr Jungs und Mädels vom Gstaad-Scott-Team, ich drücke euch fest die Daumen, dass ihr der Konkurrenz stets locker abhängt. Ich gehe derweil noch ein bisschen Mountainbiken in unserer Region. Attraktive Strecken dafür hat’s ja.  

Bike-Angebot in Gstaad http://www.gstaad.ch/de/page.cfm/AktivitaetenSommer/Sommer/Biken

Montag, 18. März 2013

Eisfischen am Arnensee

Die Vorfreude war gross als ich mein Auto beim Parkplatz in Feutersoey parkierte. Noch schnell die Schneeschuhe anbinden und los geht’s mit samt Rucksack und Angelrute zu einem gut 1.5 stündigen Marsch hoch, zum hoffentlich dick vereisten Arnensee.

Angelrute und Rucksack? Ja mein ehrgeiziges Ziel lautete für dieses Wochenende: Eisfischen am Arnensee! Und natürlich auch etwas zu fangen und nicht im Eis abzutauchen…

Endlich oben angekommen erwartete mich schon mein Freund der seit gut 3 Std. bereits am Fischen war. „Es beisst schlecht“ war sein kurzer aber klarer Kommentar. „Dafür stimmt das Wetter!“ sagte ich postwendend zurück. Er nickt und wir fackeln nicht lange und bohren mit speziellen schwedischen Eisbohrer diverse Löcher ins Eis. Das Warten beginnt. Als Köder verwende ich frische Bienenmaden. Das muss doch den Forellen einfach schmecken!

Nach ca. 30 min. fischen kommt der erste Biss. Leider zu spät angeschlagen. Pech! Das nächste Mal mache ich es besser. Wieder ca. 30 min. später der nächste Biss. Diesmal hängt der ca. 35 cm magere aber schön gezeichnete Seesaibling. „Dieser wird mir heute Abend schmecken!“ rufe ich zum Kollegen hinüber, der etwa 50 m weiter auf dem See fischt. 

Etwas neidisch auf meinen schönen Fang, versucht er mit neuem Köder doch noch etwas zu fangen. Der nächste Fisch beisst aber schon wieder bei mir. Dieses Mal hat eine kleinere kanadische Seeforelle den Köder geschnappt. Mein Grinsen auf dem Gesicht wird immer grösser. Bis zum Abend fange ich sogar noch eine dritte Forelle. Für meine Eisfischpremiere gar keine schlechte Ausbeute.

Petri Heil!




Donnerstag, 28. Februar 2013

Ride on Music – ein musikalischer Skitag

Nach dem tollen Abend in Zweisimmen hatte ich am Samstag Lust auf Skifahren. Es gab jedoch einen wichtigen Grund, warum ich um 12 Uhr auf dem Saanersloch anzutreffen war: Die Premiere von „Ride on Music“ Im Igludorf fand das erste Konzert statt. Ein herzlicher Empfang und tolle Klänge von der Band Disgroove Unplugged luden zu einem Drink ein. Ich blieb jedoch ausschliesslich bei heissen Getränken, denn die Temperatur war deutlich unter null Grad. Die gute Musik wärmte aber mein Musikherz.

Nach dem Konzert ging ich weiter auf die pefekt präparierten PistenUm 15 Uhr war das zweite Konzert in der Pistenbar Pasatiempo angesagt. Die italienische Band „Mainfelt“ startete mit einer kleinen Verspätung. Die Stimmung war aber vom ersten Ton an einfach nur toll. Verschiedenste Hits wurden gespielt und das Publik tanzte zu Country und Rock.

Schon auf der Talfahrt nach Schönried freute ich mich auf den weiteren Verlauf des Events. Eine Gruppe von einheimischen Jugendlichen organisierte die 1. Austragung von Ride on Music auf hohem Niveau.

Ein grosses Zelt erwartete die grosse Besucherzahl neben der Piste unten am Horneggli. Nach einem feinen Burger startete auch schon die nächsten Musiker mit Live Music. Zweieinheimische Jungs sangen selbstgeschriebene Lieder, sie rockten die Bühne auch mit bekannten Songs. Mir gefiel das Persönliche an der Gruppe „Dörrti fruits“, auch ihre Kreativität war cool.

Weiter ging’s mit einer bekannten Gruppe aus dem Tessin. „Sinplus“ vertrat 2012 die Schweiz am Eurovision Song Contest. Die Akustik stimmte genauso wie die Stimmung beim Partyvolk. Verschiedenste Musikliebhaber kamen zusammen und rockten mit. Den Abschlusspunkt setzte „Band Exsonvaldes“ aus Frankreich. Noch selten habe ich so viele Musikstile an einem Tag live gehört – und schon gar nicht beim Schneesport! Mir gefiel jede Gruppe, einen Favoriten konnte ich nicht bestimmen. Bestimmt werde ich bei der nächsten Ausgabe des Pisten-Open-Airs erneut anzutreffen sein.

Es erfreut mich, dass junge, einheimische Leute die tolle Idee umgesetzt haben. Es war toll! Ein herzliches Dankeschön dafür!


Montag, 25. Februar 2013

Snowgames

Wow, war das ein Spass! Am Freitagabend besuchte ich voller Neugierde die Snowgames in Zweisimmen. Ich wusste ja, dass das Programm vielfältig und abwechslungsreich sein soll, aber dennoch wurde ich positiv überrascht.

Zuerst zeigten einige Skischulkinder voller Stolz, was sie im Skischulunterricht gelernt hatten und anschliessend zeigten die Profis, unter anderen das Frauen-Weltmeister Demo Team aus der Lenk, bei einer Show, wie kunstvoll Skifahren aussehen kann.

Dann ging es weiter mit dem Bob- und Schlittelrennen, war ganz schön lustig zuzusehen, wie die Kleinen den Hügel runter sausten und sich gegenseitig keine Sekunde schenkten. Um mich etwas aufzuwärmen, genoss ich darauf einen aufwärmenden Glühwein im Snowgames-Dörfli und lauschte dem Kinderkonzert XENEGUGELI mit Roland Zoss. Als dann die Bikers und das nächste imposante Demo Team den Berg runter flitzten, kam endlich der Programmpunkt, auf den ich mich am meisten gefreut hatte: Die Horeschlitten!

Voller Vorfreude stellte ich mich also ganz nach vorne an den Pistenrand um auch ja nichts zu verpassen! Und dann kam auch schon der erste Schlitten mit rasantem Tempo auf mich zu und fuhr voll ins Netz! Die Fahrer kannten aber keinen Schmerz und standen sofort wieder auf um den Traditions-Schlitten über die Ziellinie zu stossen/ziehen.


Aber als ob dieser Programmpunkt nicht schon all meine Erwartungen erfüllten, so wurde ich zum Schluss bei der Pistenmaschine Parade aus den Schuhen gerissen. Läck! Das war wirklich toll. Ich habe ja schon viele Pistenmaschinen am Pistenrand rumstehen sehen, doch diese beim Schneestossen und Drehen zu beobachten, war echt Spitze. Dann noch das gigantische Feuerwerk zum Schluss, da blieb mir echt die Spucke weg! Freue mich schon heute auf meinen nächsten Snowgames-Besuch!


Donnerstag, 21. Februar 2013

Dieses Wochenende bin ich auf der Piste


Ich bin morgen an den Snowgames in Zweisimmen anzutreffen (www.snowgames.ch). Ich freue mich besonders auf das Horeschlittenrennen. Es ist mir nämlich bis heute ein Rätsel wie man die Dinger lenken kann. Ich glaube, ich würde mit Vollgas geradeaus fahren bis es mich irgendwo im Dorf, wahrscheinlich nicht ganz schmerzfrei, bremsen würde. Unter uns, dazu würde ich sicherlich so laut schreien, dass ich bis übernächste Woche keine Stimme mehr hätte. Deshalb fahre ich selber nicht mit, sondern stehe am Streckenrand und halte mich bereit um zur Seite zu Springen, wenn so ein Horeschlitte auf mich zu rast.

Ich würde euch ja gerne am Samstag über meine Pistenranderfahrung berichten, aber dann geht’s gleich weiter mit dem Ride on Music (www.xquisit.org). Das kann ich mir ja auch nicht entgehen lassen. Pistenvergnügen in Kombination mit guter Musik. Gibt’s was Besseres?

 Wie’s war werde ich euch nächste Woche erzählen.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Ski-Weltcup Feeling am Saanerslochgrat

Biiep biieb – Stöcke übereinander klopfen – biiiep – Herzklopfen bis zum Hals unterdrücken – biiep – und los geht’s, ab durch’s Drehkreuz und aufs erste Tor vom Riesenslalom bzw. dem BMW xDrive Cup zusteuern! „Auf den vier Rädern eines BMW xDrive wäre ich bestimmt sicherer unterwegs!“ schiesst es mir durch den Kopf… aber nur nicht beirren lassen, jetzt bin ich schliesslich unterwegs und die Zeit läuft. Ach ja, die Zeit, GAS GEBEN! Eventuell hilft ja die Hocke – geht man im Riesenslalom in die Hocke? Egal, ich tu’s. Achtung Tor, uff, nochmal geschafft. Mittlerweile sollte ich die Torabstände wohl kennen, doch fast hätte ich die nächste Kurve auch nicht erwischt, zu wenig Kante gegeben. Kommt hinter mir etwa schon der nächste? Ach nein, der muss ja warten, bis ich unten angekommen bin, he he. Komisch, im Snowpark Gstaad habe ich locker einen Flatspin 720 geschafft und hier bin ich viel nervöser, ob ich überhaupt unten ankomme..?

Yihaa, da bin ich! Bei der Zieldurchfahrt jubelt mir fiktives Publikum zu! Vor meinem inneren Auge sehe ich eine La-Ola-Welle von mindestens 35’000 Riesenslalom-Fans die Freude haben – ich juble mit, wie wenn ich soeben eine super Glanzleistung vollbracht und einen Podestplatz gewonnen hätte. Bisschen Freude über einen sturzfrei gelungenen Riesenslalom darf man doch haben, oder? Jedoch das Video von mir und die Zeitangabe fallen der Zensur zum Opfer. Tut mir leid, aber mein Gehabe ist niemandem zumutbar…




Skimovie-Strecke auch mal ausprobieren? http://www.gstaad.ch/de/page.cfm/AktivitaetenWinter/Winter/SkimovieStrecke

Donnerstag, 10. Januar 2013

Ein (sauber) gestandener Flatspin 720


Die orange-blauen Tubes des Parks schimmern in der Sonne. Meine Freunde und ich sind auf dem Bügellift Lochstafel und beobachten die Parkshaper, wie sie den verschiedenen Obstacles den letzten Schliff geben, um sicher zu sein, dass einem guten Tag für uns nichts im Weg steht.


Im Park treffe ich auf junge Leute aus den verschiedensten Regionen und Kantonen der Schweiz, die extra hier ins Saanenland angereist sind, um sich ihre Portion an Adrenalin und Action zu holen. Und für dies haben wir hier im Snowpark Gstaad genug Möglichkeiten. Es gibt für alle Geschmäcker und Könner-Stufen etwas.


Ich entscheide mich für die grosse Variante. Das heisst einen Kicker von 13 Meter Länge und 4 Meter Höhe. Auf dem Anlaufhügel tausche ich mich noch mit meinen Freunden und anderen Fahrern aus, was für Tricks wir über den Sprung wagen werden. Mit der Kamera im Rücken, entscheide ich mich zu gehen. Nervös fahre ich auf den Kicker zu, springe ab, dreh mich zweimal um meine eigene Achse und dabei einmal über den eigenen Kopf. Dieser Trick ist in der Fachsprache besser bekannt als Flatspin 720. Nach einem bisschen zu langen Flug, lande ich glücklicherweise wieder auf den Skiern. Dies ist in diesem Sport und bei meinen anderen Aktivitäten – wie ihr ja wisst, liebe Leser – nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Unten schaue ich den anderen Fahrern zu, was sie über den Sprung so zu bieten haben.


Dies alles geschieht in einer sehr lockeren Atmosphäre, mitten in der wunderschönen Berglandschaft von Saanenmöser. Mit so einer grossen Auswahl an Sprüngen, Tubes, Rails und Boxen vergeht mein Tag sehr schnell. Und so geht die Sonne hinter der Hornfluh unter, ich verabschiede mich und gönne mir noch etwas zu trinken in einer der vielen Après-Ski Bars und gehe nach Hause. Ich weiss ja, dass ich sehr bald zurückkehren werde.


Hier habe ich euch noch zwei Videos aus dem Snowpark Gstaad.




Snowpark Gstaad: Premiere Freeski Parkcheckout - 29-12-12 from QParks on Vimeo.



Snowpark Gstaad: Premiere Snowboard Parkcheckout - 29-12-12 from QParks on Vimeo.