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Freitag, 2. August 2013

1. August in seiner vollen Pracht

Gestern – zur Feier der Schweiz – entschloss ich mich, zusammen mit Freunden eine schöne Bergwanderung zu unternehmen. Aus den vielen tollen Routenmöglichkeiten entschieden wir uns für die Höhenwanderung vom Rinderberg zum Horneggli.
 
Gestärkt mit einem typisch schweizerischen „Züpfe-Zmorge“ zogen wir also mit unseren vollgepackten Rucksäcken um 10.30 Uhr los und genossen zu Beginn eine herrliche Gondelfahrt auf den Rinderberg. Am Spitz angekommen, schnürten wir unsere Wanderschuhe, montierten die Sonnenbrillen und los ging es! Nach dem kurzen Aufstieg auf den Gandlauenengrat war die Aussicht einfach fantastisch. Das Wetter konnte nicht besser sein und so waren gar Eiger, Mönch und Jungfrau bestens zu erkennen. Natürlich durfte auch ein Foto-Posing mit dem aus Holz geschnitzten Adler nicht fehlen.
 
Blick auf Zweisimmen während Gondelfahrt auf den Rinderberg
 
Adler aus Lärchenholz auf dem Rinderberg-Spitz

Weiter ging die Wanderung zur Alp Parwenge, vorbei an saftig grünen Alpwiesen mit Alpenrosen, Enzianen und noch vielen anderen Bergblumen (deren Namen ich leider nicht kenne...). Von der Alp Parwenge ist der Ausblick hinunter ins Simmental übrigens wirklich einmalig! Gut gelaunt stimmten wir berühmte Schweizerlieder wie „s’Vogellisi“, „Louenesee“ oder „es Buurebüebli“ an. Wir erreichten eine sehr schöne Alpkäserei, bei welcher wir feinen Bergkäse direkt ab Hof gekauft haben. Mmm, den habe ich mir noch immer aufgespart :-)

Bald erreichten wir den legendären Höhenweg Richtung Hornberg. Das Blickfeld weitet sich nun Richtung Freiburger- und Waadtländer Alpen. Tief unten ist sogar Schönried zu erkennen. Auf dem Höhenweg haben wir ein ideales Plätzli für unsere Mittagspause gefunden. Schnell machten wir uns daran, Äste und Rinde für ein Feuer zu sammeln. Obwohl ich ja den Rucksack selber gepackt habe, konnte ich es ehrlichgesagt kaum erwarten, die Wundertüte auszupacken :-) Alles war parat, nur das Wichtigste haben wir tatsächlich komplett vergessen – ein Sackmesser! Und das am 1. August! Denn was ist Bräteln im Freien ohne Cervelats mit eingeschnittenen Beinchen? Kurzum fragten wir die ersten Passanten nach einem Sackmesser und klar hörten wir postwendend die Antwort, dass doch jeder Schweizer immer ein Sackmesser in der Hosentasche trägt. Zum Dank luden wir unsere Helden noch zu einem Bier ein und brätelten sodann die ersten Cervelats über unserem erfolgreich brodelnden Feuer. Potzheieiei war das ein Genuss!

Vor lauter Essen, Lachen und Erzählen haben wir völlig die Zeit vergessen und somit fuhr das letzte Sesseli vom Horneggli ohne uns ins Tal. Nun blieb uns nichts anderes übrig, als auch die letzten 539 Höhenmeter noch zu Fuss zu meistern. Aber dies zahlte sich auf jeden Fall aus! Der Abstieg nach Schönried ist sehr abwechslungsreich und ermöglicht eine fantastische Sicht auf das Dorf Saanen. Für ein kurzes Päuschen setzten wir uns auf einer Wiese nieder und genossen die herrliche Bergkulisse. Aber das Beste kommt erst noch: Wir konnten fasziniert den Tönen eines Alphornbläsers lauschen...

Wieder zurück in Zweisimmen angekommen, gönnten wir uns zum Ausklang des Tages auf der Terrasse meiner Kollegin ein feines Raclette, schauten gespannt dem Feuerwerk zu und genossen ein Gläschen Wein – was für ein herrlicher 1. August!

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