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Mittwoch, 29. Juni 2016

Die Sanduhr zum Glacier 3000 Run 2016 rinnt weiter!

Ja ich gebe es zu, es sind und waren schwierige Trainingswochen. Bei Sturm, Regen und zum Teil winterlichen Temperaturen montiert man die Laufschuhe weniger enthusiastisch. Aber genau diese Momente zählen und oft macht man dabei in unserer Trainingslandschaft im herrlichen Saanenland die emotionalsten Erfahrungen. Die schicke Gänsehaut wechselt dabei vom kühlen Auftakt zu unvergesslichen Bildern und Momenten unterwegs.

Frühmorgendliche Stimmung im herrlichen Saanenland

Sobald man die ersten nassen Schritte auf tollen Trails hinter sind hat, zählt Petrus schlechte Laune so wenig wie ein erfolgreich zerschlissenes Schweizer Nati Jersey an der Euro in Frankreich. Mit der Zeit kann man sogar die verschiedenen Berner Oberländer Regenarten am Aufprall der Tropfen auf dem Kopf erkennen. Ob das für meine weitere Laufkarriere einen positiven Einfluss hat, kann ich noch nicht bewerten.

Sonniges Wetterfenster am Lauenensee

Platzregen mit leichten Hagelkörnern lenkt leicht vom Weg ab. Der an eine Autowaschanlage erinnernde Saanenländer Sprühregen bietet dabei ein angenehmeres Erlebnis, hier wird man zwar ebenfalls klatschnass, dafür immerhin mit Style. Eine eindrückliche Erfahrung sind die zärtlich auf einem Baum oder Busch in unserer üppigen Vegetation angesammelte Monstertropfen, die sich dann rechtzeitig von ihrem sicheren Aufenthaltsort auf den unschuldigen Läufer stürzen. Der Spass daran ist, dass man die heranstürzenden Wassermassen versuchen kann, mit dem Mund einzufangen. Das ist ein vergnügliches und zeitraffendes Abendteuer. Vor allem wenn gleichzeitig überraschende Zutaten mit der herunterfallenden Wasserbombe surfen.

Ebenfalls thrillig ist der Schneckenslalom, angelockt durch die feuchten Verhältnisse, ist man den schleimigen Kollegen im Wald zahlenmässig deutlich unterlegen. Daher lohnt es sich, die Freundschaft zu den langsamen Eingeborenen positiv aufrecht zu erhalten. Zerquetschen ist tabu!
Für diese koordinative Performance wird man vom Wald mit feinsten Begegnungen belohnt. Hier trabt ein scheues Reh davon, dort marschiert mein persönliches Lieblingsregentier, der schwarz glänzenden Alpensalamander (Salamandra atra), gemächlich vor meinen dampfenden Laufschuhen vorbei.

Es ist aktuell seine Balzzeit und dabei stellt er sich mit breiter Salamander Brust auf jeden freien Wanderweg. Übrigens kann man das urzeitliche Tier bis auf knapp 3000 Meter finden. Es würde jetzt nicht weiter überraschen, wenn ein Brontosaurus an der Saane seine Gräser kaut. Es sind diese Moment, die einem im Regen ein Lächelns ins Gesicht zaubern.

Alpensalamander

So kommt man seinem Runnershigh selbst äusserlich misslichen Verhältnissen immer näher. Verstärkt durch das plötzliche Auftauchen eines unerwarteten Sonnenstrahls in einer tieftraurig hängenden Nebelschwade steigert sich das Endorphine Herzklopfen. Die Schuhe sind nun inklusive Socken endgültig durchnässt. Das T Shirt und die Schutzjacke kleben mit einem Gemisch aus Regenwasser und Schweiss am Körper. Und wisst ihr was, das ist zwischenzeitlich so egal, dass ich mit fröhlicher Gänsehaut gleich noch ein paar Kilometer anhänge und guten Mutes auf den Brontosaurus warte. Als Belohnung bräteln wir danach auf einer der verschiedenen Feuerstellen ein saftiges Läufersteak. Die lokalen Feuerstellen werden übrigens luxuriös gepflegt und sogar mit Feuerholz ausgerüstet!

Regentropfen verwandeln sich zum majestätischen Wasserfall

Lust auf Laufen mit Regentropfen und Bräteln gekommen…na dann los geht’s…es hat übrigens noch Startplätze für den Glacier Run. www.glacier3000run.ch; Single, Team und Alpine Nordic Walking – 26 Kilometer von Gstaad auf den Gletscher mit 2000 Höhenmeter!

Kurz vor dem Ziel am Glacier 3000 Run

1 Kommentar:

  1. Ich liebe die Berge nur, wenn sie mit Schnee bedeckt sind. Also ging ich zum Nordpol, und es war in Ordnung. Alles sehr schön, und Sie alles andere vergessen. Es chustvuete Freiheit. Hier ist ein Link auf die https://poseidonexpeditions.com/de/nordpol/ Tour.

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