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Mittwoch, 14. Juni 2017

Me und das Feldschiessen

TeilnehmerInnen vorbereiten sich mit dem Schiessleiter

Seit mehr als 130 Jahren organisiert die Schweizerische Eidgenossenschaft das traditionelle Feldschiessen, welches als das grösste Schiessfest der Welt gilt. Jeder Schiessstand und -Sportclub der Schweiz ist daran beteiligt und empfängt die Teilnehmer während eines Wochenendes anfangs Juni. Teilnehmen dürfen alle Personen ab 11 Jahren, welchen die Patronen und Waffen der Schweizer Armee frei zur Verfügung gestellt werden.

Die SchützerInnen sind feuerbereit

Vor einigen Tagen habe ich dann beschlossen, mir für den Freitag auch ein Gewehr auszuleihen und selbst am Feldschiessen in Gsteig teilzunehmen. Los ging‘s: der Ohrenschutz wurde aufgezogen und schon konnte ich meine 18 Schüsse unter der erfahrenen Leitung eines Jugend- und Sport-Schiessleiters auslösen. Nachdem das Resultat allerdings nicht wirklich meinen Erwartungen entsprach, tröstete ich mich an der Buvette mit einer hausgemachten und äusserst leckeren Schokoladentorte. Im Lokal bestaunte ich die Trophäen des Vereins, der seit 1934 aktiv ist, und wechselte einige Worte mit dem ehemaligen Präsidenten des Vereins.

Schützer bei der Pistolenübung

Nachdem ich leider keinen Erfolg beim Sturmgewehr hatte, probierte ich mein Glück im Schiessprogramm mit der Pistole. So fand ich mich am Sonntag um elf Uhr vor dem Schiessstand in Saanen wieder. Nachdem ich den Schiesszettel mit all meinen Daten ausgefüllt hatte, musste ich auf meinen Turnus warten und erstmal Platz nehmen. Nun die Verkündung: Schiesslinie 2, eine gute Nummer, ich spüre es!

„Einen Schuss laden und in einer Minute ab meinem Befehl schiessen!“ sagte der Schiessleiter. Es folgten zwei Einzelschüsse und drei Serien von je fünf Schüssen. Die Zielscheibe: ein kleines Blatt in 25 Metern Entfernung. Dieses zu treffen ist gar nicht so einfach, wie es immer aussieht.

Dieses Mal hatte ich jedoch mehr Erfolg. Am Ende der Übung konnte ich 160 Punkte vorweisen und den Kollegen stolz meine Medaille präsentieren. Zum Abschluss des Tages haben wir diesen Erfolg mit einem Barbecue gebührend gefeiert.

Schiesslinien werden immer überwacht

Was ca. 400 andere Teilnehmer und ich in der Region mit Pistole und Gewehr erlebt haben, ist Teil einer langjährigen Tradition, welche dank der Leidenschaft vieler Ehrenamtlicher des Saanenlandes weiterleben kann.